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Gefahrstofflagerung in der Lebensmittelindustrie

Das Konzept der Oettinger Brauerei

21.09.2011
Gefahrstoff-Schrank
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Gefahrstoff-Schrank Fass-Schrank 

Die Oettinger Brauerei gilt als eine der erfolgreichsten Privatbrauereien Deutschlands. Dies verdankt das Unternehmen seiner Effizienz und nicht zuletzt seinen hohen Qualitätsansprüchen und -standards. Hierzu gehört auch das Unternehmens-Konzept zur Gefahrstofflagerung, bei der man sowohl auf bestmögliche Sicherheit für Mitarbeiter und Umwelt als auch effiziente Lösungen setzt.

Wo Lebensmittel produziert werden, hat Hygiene und Sauberkeit eine hohe Priorität. Zum Einen fordert der Gesetzgeber umfangreiche Maßnahmen, zum Beispiel in der Lebensmittelhygiene-Verordnung. Zum Anderen ist ein umfassendes Hygiene-Konzept auch Garant für die Qualität und den guten Ruf eines Betriebes und damit für die Zufriedenheit der Kunden.

CiP-Verfahren
In der Privatbrauerei werden streng gesetzeskonform unter anderem Tanks, Abfüll- und Produktionsanlagen regelmäßig kontrolliert gereinigt. Die Anlagensäuberung beispielsweise geschieht nach dem CiP-Verfahren: Cleaning in Place. Dabei durchfließen die Reinigungsmittel die Edelstahlrohre und weitere Bestandteile der Anlagen. Eine Demontage ist nicht notwendig. Um möglichst gründlich zu säubern werden vielfältige Mittel eingesetzt, z. B. zur Entfernung von organischen Rückständen und zur Desinfektion alkalische Mittel sowie verschiedene Säuren und Laugen. Nachgespült wird mit Reinstwasser. Auf Grund der Größe der Produktionsanlagen, immerhin werden in der Oettinger Braustätte Mönchen-Gladbach jährlich rund 2,1 Mio. Hektoliter Bier produziert, werden enorme Mengen an Reinigungs- und Desinfektionsmitteln benötigt. Es kommen also verschiedene Gefahrstoffe in größeren Mengen zum Einsatz. Und das bedeutet auch eine große Herausforderung für die richtige Gefahrstoff-
lagerung. Da die Stoffe im täglichen Arbeitsprozess regelmäßig eingesetzt werden, muss diese nicht nur sicher sondern auch effizient sein.

Professionelle Lagerkonzeption
Um dabei auf dem aktuellen Stand der Technik die optimale Lösung zu haben, passt Oettinger sein Konzept regelmäßig an. Hier ist zwar vieles möglich, was aber wirklich das passende Konzept für das Unternehmen ist, wurde gemeinsam mit externer Fachberatung der Firma Envibow aus Lohmar entwickelt.

Ausschlaggebend für die Wahl war die jahrelange Projekterfahrung und das praxiserprobte Know-how des Experten rund um das Thema Gefahrstofflagerung und die Zusammenarbeit mit Produzenten hochwertiger Sicherheitsschränke. Bei der Innenlagerung ist Dreh- und Angelpunkt eines guten Gefahrstofflagerkonzepts die Ausrichtung auf die Situation vor Ort und an den gesetzlichen Anforderungen und das am besten bei optimaler Platzausnutzung. Leisten kann das dann nur ein Hersteller wie Asecos, der mit verschiedensten Modulen auf die verschiedenen Bedürfnisse von Kunden eingehen kann.
Zu Beginn der Konzeption wurde die Situation vor Ort aufs Genauste beleuchtet. Neben der Besichtigung der Örtlichkeiten wurde in dieser Phase ebenfalls die Feststellung und Gefährdungsklassifizierung der benötigten Gefahrstoffe sowie deren Mengen erfasst. Jeder Stoff, ob auf alkalischer oder saurer Basis, der bei der Reinigung oder Desinfizierung in der Brauerei zum Einsatz kommt, wurde dabei einzeln beurteilt und eingestuft. Im nächsten Schritt wurde überprüft, welche gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit an den verschiedenen Lagerstätten jeweils umgesetzt werden müssen. Was darf mit welchem Stoff gelagert werden, welche Sicherheitsabstände müssen dabei eingehalten werden, welche Mengen dürfen wo gelagert werden und viele weitere Fragen werden dabei beantwortet. So entstand nach und nach ein rundes Konzept, das eine effiziente sowie gleichzeitig gesetzeskonforme Lösung hervorbrachte.

Ein optimales Ergebnis
Die praktische Umsetzung der zuvor konzipierten Theorie sah an den verschiedenen Gefahrstofflagerstätten unterschiedliche Ansätze vor. Im Analyselabor wird beispielsweise seither ein Sicherheitsschrank genutzt. Sobald es die zu lagernden Mengen zulassen, empfiehlt sich der Einsatz von Sicherheitsschränken. Diese bieten heute neben hoher Sicherheit auch Flexibilität, zum Beispiel durch bedarfsgerechte Größen oder Ausstattung. Außerdem ermöglichen sie den direkten Zugriff auf die benötigten Chemikalien direkt am Arbeitsplatz. Für das Oettinger-Projekt setzte Envibow einen Typ 90 Fass-Schrank nach EN 14470-1 von Asecos ein. Dieser ermöglicht die Lagerung von besonders großen Gebinden. Zusätzlich können jedoch auch verschiedene kleinere Gebinde auf einem integrierten Fachboden sicher untergebracht werden. Die großen Mengen an Gefahrstoffen, die für die Reinigung benötigt werden, mussten bei der Konzeptentwicklung nochmals differenziert betrachtet werden. Hierfür wurden großflächige Lager eingerichtet. Die Aufbewahrung der Mittel erfolgt dabei in Gefahrstoffcontainern, die große Mengen fassen. Getrennte Abschnitte gewährleisten die Konformität mit den Zusammenlagerungsvorschriften der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und sind an die jeweiligen Eigenschaften des gelagerten Gefahrstoffes angepasst.

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