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Stabilisotopenanalyse in der Forensik

Geographische Herkunftsbestimmung von unbekannten Toten

17.01.2011
Das Probenmaterial – Pferdeschweifhaare – vor der Zerkleinerung und Homogenisierung
Das Probenmaterial – Pferdeschweifhaare – vor der Zerkleinerung und Homogenisierung Weiter
Das Probenmaterial – Pferdeschweifhaare – vor der Zerkleinerung und Homogenisierung Das Probenmaterial – Pferdeschweifhaare – nach der Zerkleinerung und Homogenisierung 

Die Anwendung stabilisotopenanalytischer Methoden zur Aufklärung von unklaren Tatbeständen hat sich in der Forensik etabliert. Am Institut für Rechtsmedizin der Universität München gehen Anfragen zu Erstellung von Isotopengutachten aus dem In- und Ausland ein. Der Großteil der Isotopengutachten beantwortet die Frage nach der geographischen Herkunft und den Aufenthaltsorten unbekannter Toter. Die Ergebnisse der Analyse der Stabilisotopenhäufigkeitsverhältnisse von Bio- und Geoelementen in Körpergeweben liefern Ansatzpunkte für polizeiliche Ermittlungen.

Für die Analyse menschlicher Haare ist ein geeigneter laborinterner Kontrollstandard von besonderer Bedeutung. Als geeignetes Material wurden Pferdeschweifhaare ausgewählt, die sich physikalisch ähnlich wie menschliche Haare verhalten. Pferdeschweifhaare aus deutlich verschiedenen Klimaregionen, zum einen aus Paraguay und zum anderen aus Bayern, erfüllen die notwendigen Voraussetzungen.

Das Ziel einer schonenden Homogenisierung der Pferdeschweifhaare wurde durch den Einsatz der Scheiben-Schwingmühle RS 200 erreicht, und die zerkleinerten Proben sind für die massenspektrometrische Isotopenanalyse von H, C N und S als Standardmaterialien einsetzbar.

Autor(en):
Dr. Christine Lehn, Institut für Rechtsmedizin der Universität München

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Schlüsselwörter : Analytik Christine Lehn Forensik Labormühle Mahlen Massenspektrometrie Probenvorbereitung Retsch Scheiben-Schwingmühle RS 200 Stabilisotopenanalyse Universität München

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