Casein aus Kuhmilch

Experiment des Monats 03 2017

  • Das ausgefällte CaseinDas ausgefällte Casein
  • Das ausgefällte Casein
  • Der "Schneemann" vor der Trocknung
  • Der "Schneemann" nach der Trocknung

Es wird benötigt:
0,5 L Frischmilch (Keine H-Milch!)
Essig
1 Löffel
1 Topf zum Erhitzen der Milch

Durchführung des Experiments:
Die Milch wird in den Topf gegeben und auf dem Herd vorsichtig auf ca. 40° C erhitzt. Dabei wird ständig gerührt. Es wird etwa ein Teelöffel Essig-Essenz oder ein Esslöffel Tafelessig zur warmen Milch hinzugegeben, ohne das Rühren aufzuhören. Aus der Milch sollte jetzt das Casein ausflocken, man rührt so lange weiter, bis eine größere Menge ausgeflockt ist. Den Niederschlag fischt man aus der Lösung. Aus dem ausgefällten Casein lassen sich Figuren formen, die anschließend im Backofen bei nicht mehr als 100°C getrocknet werden können.

Beobachtung:
Die Milch trennt sich nach der Zugabe des Essigs in eine weiße,  feste Phase (das Casein) und eine gelbliche,  flüssige Phase (die Molke). Es empfiehlt sich, den Abzug in der Küche anzuschalten, da sich ein Geruch von saurer Milch verbreitet.

Erläuterungen:
Casein ist die Hauptquelle des Eiweißes im Quark, es liegt in der Kuhmilch zu etwa 2,6% vor. In früheren Zeiten war das durch Säurefällung gewonnene Casein der Ausgansstoff zur Produktion von  Galalith, einem Kunststoff, der für Knöpfe und Schmuck, aber auch zur Isolation elektrischer Anlagen verwendet wurde. Casein findet heutzutage z. B. Verwendung als Bindemittel in Leim für Etiketten.
Casein kann bei manchen Menschen Allergien auslösen!

Persönliche Bemerkung:
Das bei meinen Versuchen ausgefallene Casein ließ sich nicht sehr gut verarbeiten. Aus diesem Grund sieht der von mir geformte „Schneemann“ nicht so schön aus, wie er sein könnte. Die Konsostenz des ausgefällten Caseins ist von mehreren Faktoren abhängig, nämlich der Temperatur der Milch und der Menge an zugegebener Säure. Höhere Temperatur und hohe Konzentration an Säure verursachen einen feinen Niederschlag, der sich mittels eines Kaffeefilters abtrennen, aber sehr schlecht verarbeiten lässt. Insofern ist Geduld, niedrige Temperatur und wenig Säure der Weg zu einem flockigen Niederschlag, der sich besser formen lässt.

Ich wünsche Ihnen bei Ihren Experimenten mehr Erfolg!
 

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