Lesenswert: Der HPLC-Schrauber

  • Der HPLC-Schrauber Der HPLC-Schrauber
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  • Werner Röpke

Der HPLC-Schrauber ist das geräteübergreifende Handbuch zur Fehlersuche und -behebung, das Sie schon immer vermisst haben. Oft sind es Kleinigkeiten, die zu Störungen führen, und nicht immer muss der Kundendienst sofort bestellt werden. Dazu braucht es aber Erfahrung, welche Teile für welche Störung verantwortlich sein können, und welche vom Anwender wartbar sind und welche nicht. Mit diesem Wissen lassen sich viele der täglichen Probleme kostengünstig lösen. Der Autor, Werner Röpke, blickt auf umfangreiches Wissen aus der Betreuung von HPLC Systemen zurück. Der Leser des Buchs soll verstehen, wie die HPLC funktioniert, so dass auch die Lösung von Problemen, die so nicht "im Buche stehen" möglich wird.

Über den Autor:
Werner Röpke, Jahrgang 1950,  ist von Beruf das, was man heute kurz CTA nennt. 1968 hieß das noch Chemotechniker und die Ausbildung erfolgte an Fachschulen.  Mit der staatlichen Abschlußprüfung in der Tasche hat  Röpke dann eine Assistentenstelle in der Forschungsanstalt für Landwirtschaft ( heute "Von Thünen Institut" ) angetreten, um zwei Jahre später Deutschland zu verlassen und im Rahmen des Deutschen Entwicklungsdienstes DED eine Position an der Universität von Chiang Mai, Thailand, anzutreten. Die landwirtschaftliche Fakultät der Universität hatte einen Techniker angefordert, der das Bodenkundelabor aufbauen sollte.  
Nach Rückkehr aus Thailand 1975 fand Röpke eine Beschäftigung im Chem. Untersuchungsamt Braunschweig, Schwerpunkt Lebensmittelanalytik mit der gerade auf den Markt gekommenen HPLC. Da die Firma Gynkotek auch gerade HPLC-Geräte auf den Markt gebracht hatte und ein deutliche besseres  Gehalt bot, fiel der alsbaldige Wechsel nicht schwer. Nach erfolgreicher Tätigkeit im Verkaufsaußendienst hatte Röpke eigene Ideen und gründete 1987 die Firma TECHLAB mit einem einzigen Produkt: dem Kühlofen für die HPLC. Es kamen bald weitere Produkte im Wiederverkauf hinzu, so daß TECHLAB komplette Systeme anbieten konnte.  Von Anfang an lagen Service und Verkauf immer in einer Hand, so daß Röpke ein ausgezeichnetes Fachwissen aufbauen konnte. 
Mit dem Ausscheiden aus der  Geschäftsführung im Jahre   2012  war dann die Zeit gekommen, all das Fachwissen in ein Buch zu packen. 
 
Interview:
 
GIT: Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte bzw.

wissenschaftlichen Interessen?

W.R.: Ich forsche nicht
 
GIT: Was war der konkrete Anlass das Buch zu schreiben?
W.R.: Es hat mich während meiner Außendiensttätigkeit immer gestört, daß Kunden sinnlose Reparaturversuche unternommen hatten, weil sie Fehler nicht logisch eingrenzen konnten. Typisches Beispiel war: "die Pumpe fördert nicht richtig, ich habe schon die Dichtungen gewechselt, hat nicht geholfen." 
Mit dem Buch möchte ich interessierten Kunden eine Hilfestellung geben, zu erkennen, was eigentlich kaputt ist und welche Maßnahmen zu ergreifen sind. 
 
GIT: Welche Zielgruppen bedient das Buch?
W.R.: Als Zielgruppe sehe ich alle Anwender, die Mut haben, selbst kleine Servicearbeiten an der HPLC vorzunehmen.  Das sind in erster Linie die CTAs in kleinen Labors und an Universitäten.  Eine HPLC hat eine Lebensdauer von 30 Jahren, wer weiß, wie es geht, kann auch alte Anlagen wieder zu Höchstleitungen bringen. 
Pharmazeutische Laboratorien  mit Wartungsverträgen sind definitiv nicht als Zielgruppe erkannt, was aber nicht heißen soll, daß das Buch nicht auch für solche Anwender interessant ist. Jeder Servicetechniker ist glücklich, wenn er eine ganz klare fachlich korrekte Fehlerbeschreibung bekommt.  
 
GIT: Welche Vorkenntnisse sollte der Leser haben?
W.R.: Es werden nur ganz allgemeine Kenntnisse vorausgesetzt. 
 
GIT: Welche Struktur hat das Buch?
W.R.: Das Buch geht Kapitel für Kapitel eine typische HPLC-Anlage aus Bausteinen durch, also angefangen von der Funktionsweise einer Pumpe über Injektionssysteme und Detektoren bis zur Auswertung. Letztere wird allerdings nur in Grundzügen erklärt, da die heute übliche computergestützte Auswertung ein eigenes Buch erfordern würde. Dafür umfaßt dasKapitel "Pumpen" 38 Seiten. 
 
GIT: Welche Probleme treten, Ihrer Erfahrung nach, am häufigsten auf?
W.R.: Die häufigsten Probleme lassen sich in zwei Felder einteilen:  Die Pumpe tut nicht das, was sie soll,  die Ergebnisse sind nicht reproduzierbar, weil bei der Injektion Fehler gemacht werden.   Dann kommt lange nichts, und dann erst Probleme mit Detektoren und anderen Komponenten. 
 
GIT: Wie wichtig ist das Wissen über die Bestandteile einer HPLC Anlage?
W.R.: Man muß nicht wissen, wie ein Auto funktioniert, um damit fahren zu können.  Ich muß auch nicht unbedingt wissen, wie eine HPLC funktioniert, wenn mir jemand zeigt, wie ich Probenflaschen einstelle und auf START drücke.   Wenn aber das Meßergebnis in irgendeiner Weise nicht dem entspricht, was ich erwarte,  dann wäre ein grundsätzliches Wissen der Funktionsweise der Module schon sehr nützlich.  Das Buch ersetzt weder Bedienungsanleitung noch Servicehandbuch einer HPLC, es soll übergreifend die Funktionweise  der HPLC-Bausteine erläutern.
 

Röpke, W.
Der HPLC-Schrauber
2013
Softcover
ISBN: 978-3-527-31817-9

Auch in elektronischen Formaten verfügbar.

 

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