Lesenswert: Elektrophorese leicht gemacht

  • Elektrophorese leicht gemachtElektrophorese leicht gemacht

Elektrophorese leicht gemacht, ist mit dieser leicht verständlichen Einführung nicht nur der Buchtitel, sondern auch Programm. Als Zielgruppe hat der Autor diejenigen, die im Labor Elektrophorese durchführen, nämlich technische Angestellte und Laboranten fest im Blick. Es werden alle gängigen Methoden abgedeckt:  von der Polyacrylamid Gelelektrophorese bis zur isoelektrischen Fokussierung. Das Buch enthält einen ausführlichen praktischen Teil mit konkreten Vorschriften sowie Problemlösungen für die einzelnen Methoden. Für alle, die eine übersichtliche und verständliche Übersicht auf Deutsch benötigen, ganz klar die erste Wahl.

Über den Autor:
Reiner Westermeier hat seit 1975 praktisch im Labor mit unterschiedlichen Methoden der Gelelektrophorese gearbeitet. Weitere Erfahrungen konnte er als Dozent bei Praxiskursen, als Sprecher bei Seminaren und Kongressen und nicht zuletzt durch den Kontakt mit vielen praktisch arbeitenden Naturwissenschaftlern und Laboranten sammeln, unter anderem bei der Hilfe zu Problemlösungen.

Interview:

GIT: Was sind IHre Forschungspunkte bzw. wissenschaftlichen Interessen?
Reiner Westermeier: Nach meiner Doktorarbeit auf dem Gebiet der Pflanzenproteine habe ich mich mehr der Methodik der elektrophoretischen Trenntechniken zugewandt. 1984 habe ich die Universität verlassen und mich in einschlägigen Firmen um Entwicklung, Problemlösungen, Marketing und Weiterbildung von Mitarbeitern und Kunden gekümmert.

GIT: Was war der konkrete Anlass das Buch zu schreiben?
Reiner Westermeier: Die erste Auflage, mit dem Namen "Elektrophorese-Praktikum" habe ich im Jahr 1990 veröffentlicht um eine schriftliche Basis für Elektrophorese-Praxiskurse zu haben. Dabei sollte das Buch die Grundlagen vermitteln, exakte Vorschriften für die Durchführung von Experimenten und Problemlösungen für den Laboralltag enthalten. Die englische Version "Electrophoresis in Practice" ist mittlerweile in 5 Auflagen erschienen; auf vielfachen Wunsch gibt es jetzt das Buch wieder in deutscher Sprache, das auf dem aktuellen methodischen Stand ist.

GIT: Welche Zielgruppen bedient das Buch?
Reiner Westermeier: Naturwissenschaftler, Laboranten, Studenten, Doktoranten, die praktisch im Labor arbeiten.

GIT: Welche Vorkenntnisse sollte der Leser haben?
Reiner Westermeier: Ein bisschen physikalische Chemie, Chemie und Biologie.

GIT: Welche Struktur hat das Buch?
Reiner Westermeier: Der erste Teil befasst sich mit den Grundlagen und einer methodischen Übersicht, der zweite Teil enthält die exakten Vorschriften für 14 Elektrophoresemethoden, die in Gelen durchgeführt werden und der dritte Teil die Problemlösungen.

GIT: Was ist - Ihrer Erfahrung nach - der häufigste Fehler bei der Elektrophorese?
Reiner Westermeier: Dass die Vorschriften nicht exakt eingehalten werden; manchmal werden methodische "Modifikationen erfunden", die zu falschen oder schlechten Ergebnissen führen.

GIT: Was waren die wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre, welche Neuerungen kommen auf uns zu?
Reiner Westermeier: Fluoreszenzfarbstoffe zur Markierung oder nachträglichen Anfärbungen der Trennergebnisse erleichtern und verbessern die Methoden und ermöglichen sehr gute quantitative Aussagen.

Die Nachweisempfindlichkeit kann sich durch die Verwendung von Zeit-aufgelösten Fluoreszenz-Reagenzien und -Scannern weiter verbessern lassen.

Westermeier, Reiner
Elektrophorese leicht gemacht
Ein Praxisbuch für Anwender
2. Auflage
2016, Hardcover
ISBN: 978-3-527-33892-4
 

Auch in elektronischen Formaten verfügbar

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