Fünf LOEWE-Forschungsprojekte werden beginnend vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2015 mit insgesamt 30 Millionen Euro gefördert. Das haben der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Vorsitzende der LOEWE-Verwaltungskommission, Ingmar Jung, und der Vorsitzende des LOEWE-Programmbeirats, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, nach der Kommissionssitzung am 4. Juli in Wiesbaden mitgeteilt. Ein Zentrumsprojekt (Förderlinie 1) und vier Projekte für Schwerpunkte (Förderlinie 2) auf den Gebieten Finanzwissenschaften, Elektrochemie, Elektrophysik, Biowissenschaften und Atom- und Molekülphysik werden vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015 aus Landesmitteln gefördert. Die Auswahlentscheidung ist im Sinne der Bestenauslese gefallen.
Angesiedelt sind die Projekte an der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Universität Kassel, der Technischen Universität Darmstadt, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Beteiligt sind auch drei außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Hessen: das Center for Financial Studies in Frankfurt, die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.
In der fünften Förderstaffel waren im Frühjahr 2011 zunächst insgesamt 23 Antragsskizzen von hessischen Hochschulen und in Hessen angesiedelten außeruniversitären Forschungseinrichtungen eingereicht worden, berichteten Jung und Einhäupl.
Nach der Vorauswahl im Sommer 2011 sei nun die Entscheidung unter zwei Zentrums- und sechs Schwerpunktanträgen gefallen, die allesamt im Frühjahr 2012 von externen Gutachtergruppen an Ort und Stelle geprüft worden seien. „Die Förderentscheidungen der Verwaltungskommission wurden auf der Grundlage der eingereichten Vollanträge, der Gutachterberichte und der Förderempfehlungen des Programmbeirats nach den Maßstäben wissenschaftlicher Qualität getroffen", erläuterten Jung und Einhäupl.
„Die Landesregierung unterstützt mit dem LOEWE-Programm die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen bei der weiteren Profilierung und bei der Umsetzung strategischer Ziele. Für die Förderung herausragender wissenschaftlicher Verbundvorhaben und der Vernetzung von Wissenschaft, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft stünden in der laufenden Legislaturperiode insgesamt 410 Millionen Euro bereit", sagte der Staatssekretär.
Prof. Einhäupl, der von 2001 bis 2006 Vorsitzender des Wissenschaftsrats war, würdigte das Engagement des Landes für Forschung und Entwicklung: „Hessen unternimmt außergewöhnliche finanzielle Anstrengungen, um mit Hilfe von LOEWE die Ausgangsposition von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Wettbewerb weiter zu stärken. Ich halte die Prioritätensetzung zu Gunsten von wissenschaftlicher Qualität und zukunftsorientierten Innovationen für wegweisend und vorbildlich."
In der fünften Förderrunde hat die LOEWE-Verwaltungskommission auf Grundlage der Förderempfehlungen des LOEWE-Programmbeirats folgende Projekte zur Förderung ab 1. Januar 2013 ausgewählt:
I. LOEWE-Zentrum
SAFE - Sustainable Architecture for Finance in Europe
Center for Financial Studies, Frankfurt (Federführung), Goethe-Universität Frankfurt am Main
Landesförderung 2013 - 2015: rund 13 Millionen Euro
Moderne Finanzsysteme sind untrennbar mit großen Chancen für Wachstum und Wohlfahrt aber auch mit hohen Risiken verbunden. Die Dimension der Risiken ist angesichts der aktuellen Finanzkrise augenfällig. Der Grad der Vernetzung zwischen Banken, Investoren, Unternehmen, Staatshaushalten und Zentralbanken lässt ein systemisches Risiko entstehen, das in der bisherigen Finanztheorie und -politik kaum beachtet worden ist. Weit verbreitete Überzeugungen zur Informationseffizienz der Märkte, zur Rationalität von Investoren und zur Disziplinierungskraft von Märkten werden zurzeit in Frage gestellt. Das LOEWE-Zentrum „SAFE - Sustainable Architecture for Finance in Europe" widmet sich diesen Fragen und verbindet in neuartiger Weise Grundlagenforschung mit einer unabhängigen Politikberatung. Ziel ist es, die Herausforderungen, denen sich moderne Finanzsysteme stellen müssen, zu analysieren und Antworten auf Fragen nach einer besseren Ausgestaltung der Finanzarchitektur zu geben. Das LOEWE-Zentrum stellt sich drei komplementären und innovativen Aufgaben: der Erforschung des systemischen Charakters der modernen Finanzarchitektur, der Analyse der dynamischen Interaktion zwischen Markt und Staat und der forschungsbasierten Politikberatung auf deutscher und europäischer Ebene.
II. LOEWE-Schwerpunkte
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Schlüsselwörter : Atom- und Molekülphysik Biowissenschaften ELCH Elektrochemie Elektrophysik Finanzwissenschaften Goethe-Universität Frankfurt Ingmar Jung Karl Max Einhäupl LOEWE Philipps-Universität Marburg SAFE STORE-E Technische Hochschule Mittelhessen THM TU Darmstadt Universität Gießen Universität Kassel
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