19.10.2012
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Temperieren so einfach wie telefonieren

Interview mit Daniel Huber, Geschäftsführer der Peter Huber Kältemaschinenbau

  • Der Temperierregler Pilot One mit TouchscreenDer Temperierregler Pilot One mit Touchscreen
  • Der Temperierregler Pilot One mit Touchscreen
  • Optik und Bedienung wie bei einem Smartphone
  • Innovatoren aufgepasst: Was sollte das Huber-Team als nächstes entwickeln? Die ersten 50 Tueftler erhalten einen "Hubaer" als kuschliges Dankeschön.
  • Daniel Huber, Geschäftsführer, Peter Huber Kältemaschinenbau

Sie verfügen über Erfindergeist, effiziente Innovationsprozesse und schlagen erfolgreich die Brücke von der Idee zum Markterfolg: die innovativsten Mittelständler Deutschlands. Doch sie entwickeln ihre Innovationen nicht im stillen Kämmerlein, sondern beziehen ihre Kunden als Experten aktiv mit ein. Wie Sie als Anwender Input liefern und damit letztlich Technologie-Highlights wie den Temperierregler Pilot One mit entwickeln können, erläutert Daniel Huber, Geschäftsführer von Huber Kältemaschinenbau und „Top-Innovator 2012" im GIT-Interview.


GIT Labor-Fachzeitschrift: Herr Huber, was stand bei der Entwicklung Ihrer neuen Reglerserie im Vordergrund?


D. Huber: Letztlich möchten wir unseren Kunden die Arbeit im Labor erleichtern. Neben zukunftsweisender Regeltechnik steht bei den Anwendern meist eine einfache und intuitive Bedienung der Geräte ganz oben auf der Wunschliste. Diesem Wunsch kommen wir mit Touchscreen, USB- und Ethernet-Anschlüssen, integriertem Softwareassistenten und vielen anderen Features nach.


Daher die Aussage, temperieren so einfach wie telefonieren?


D. Huber: Ja, und auch die Optik und komfortable Bedienerführung sind einem Smartphone nachempfunden. Neben einprägsamen Icons werden Sie Funktionen wie Gestensteuerung, Grafikzoom, Onlinehilfe und anpassbare Favoriten wiederfinden, die Sie von Ihrem Smartphone kennen. Und ganz wichtig im Labor: alle relevanten Daten gibt es auf einen Blick. Auf dem neuen Homescreen werden alle wichtigen Temperaturwerte und Betriebsparameter übersichtlich angezeigt. Der aktuelle Temperaturverlauf wird als Kurvengrafik in Echtzeit dargestellt. Eine variable Statusleiste hält den Anwender stets auf dem Laufenden.


Was heißt das konkret im laufenden Prozess?


D. Huber: Der farbige, grafikfähige TFT-Bildschirm zeigt alle Informationen im Klartext.

So können die Prozesstemperatur, die interne bzw. die Manteltemperatur, der Pumpendruck und alle sicherheitsrelevanten Informationen einfach und übersichtlich abgelesen werden. Die Anzeige kann variiert werden, je nachdem, ob eine umfangreiche Abbildung aller Daten gewünscht ist, oder lediglich die wichtigsten Informationen (Sollwert, Istwerte, Intern und Prozess sowie der eingestellte Übertemperaturwert) als Großanzeige dargestellt werden sollen. Letzteres erleichtert das Ablesen aus großer Entfernung und schärft den Blick auf das Wesentliche.


Je nach Ausstattung des Temperiersystems kann die Pumpendrehzahl oder der maximale Druck stufenlos geregelt werden - VPC (Variable Pressure Control) schützt übrigens präventiv vor Glasbruch. Die Parametrierung der Regelstrecke kann manuell oder mit Hilfe der intelligenten, selbst-optimierenden Kaskadenregelung TAC (True Adaptive Control) vollautomatisch erfolgen und garantiert so beste Regel-Ergebnisse bei höchster Dynamik. Es ist möglich, den Arbeitsbereich durch Sollwertbegrenzungen einzuschränken und das Alarmverhalten individuell einzustellen. Im Alarmfall können ein optisches und ein akustisches Alarmsignal aktiviert werden. Die Uhr und der Kalender ermöglichen individuelle Einstellungen für das Auto-Start-Verhalten bei Netzausfall oder im Ruhebetrieb. Außerdem sind die Regelfühler äußerst komfortabel kalibrierbar. Je nach Ausführung ermöglichen digitale oder analoge Schnittstellen Datenaufzeichnungen oder die Einbindung in ein Prozessleitsystem. Die neue Serie geht sogar noch einen Schritt weiter und hat bereits USB- und Netzwerkanschlüsse an Bord.


In Sachen Funktionalität und Flexibilität werden hier ganz neue Wege beschritten. Inwieweit haben Ihnen die Anwender den Weg gewiesen?


D. Huber: Die Idee zu diesem neuen Multitouchregler wurde im „Tango Club" geboren. Dies ist eine unserer Plattformen auf denen wir einen intensiven Erfahrungs- und Ideenaustausch mit unseren Kunden pflegen. Unsere Lead-User werden durch die dortigen Gespräche auf elegante Weise schon frühzeitig in die Produktentwicklung einbezogen, denn schließlich gilt: „It takes two to tango"! Auch die Prototypen werden schon sehr früh im Produktzyklus von unseren Kunden getestet. Wie erfolgreich dieses Konzept ist, zeigt die Einführung des Pilot One.


Dürfen wir uns dann vielleicht bald auf ein Temperiergerät mit iPod docking station für ein wenig musikalische Unterhaltung im Labor freuen?


D. Huber: Schauen wir mal ... Aber sicher haben viele GIT-Leser spannende Ideen, wie wir unsere Innovationen weiterentwickeln und ihnen die Arbeit erleichtern können. Wir freuen uns auf Ihren Input!


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Huber Kältemaschinenbau GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 1
77656 Offenburg
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Telefon: +49 781 9603 0
Telefax: +49 781 57211

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