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RKI: Zahl der gemeldeten EHEC-Fälle in Deutschland 2002-2011

29.06.2011
EHEC-Bakterien des Ausbruchsstammes O104:H4. Raster-Elektronenmikroskopie. Maßstab: 1 μm. Bild: Holland, Laue (Robert Koch-Institut)
EHEC-Bakterien des Ausbruchsstammes O104:H4. Raster-Elektronenmikroskopie. Maßstab: 1 μm. Bild: ... Weiter
EHEC-Bakterien des Ausbruchsstammes O104:H4. Raster-Elektronenmikroskopie. Maßstab: 1 μm. Bild: ... Anzahl der an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Fälle von EHEC/HUS in Deutschland 2001 bis ... Anzahl der an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Fälle von EHEC/HUS in Deutschland 2001 bis ... 

RKI-Update 29.6.2011: Mit gestrigem Datenstand sind dem RKI insgesamt 3.929 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden, darunter 47 verstorbene EHEC- oder HUS-Patienten in Deutschland. Ausländische Patienten mit HUS oder EHEC wurden bislang aus mehreren EU-Staaten sowie aus der Schweiz,  Kanada und den USA gemeldet. Bei diesen Patienten ist meist ein Bezug zu Deutschland bekannt. (European Centre for Disease Prevention and Control, Europäisches Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention ECDC)

RKI-Update 24.6.2011: Die "HUS-Epidemiekurve 2011" zeigt weiterhin deutlich abnehmende Zahlen der Erkrankungen an HUS und EHEC. Insgesamt sind dem RKI 3.717 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden, darunter 43 verstorbene EHEC- oder HUS-Patienten.

RKI-Update vom 13.6.2011: Die Zahl der ans RKI gemeldeten HUS- bzw. EHEC-Erkrankungen liegt seit einigen Tagen auf deutlich niedrigerem Niveau. Insgesamt sind seit Anfang Mai 3.228 Personen an HUS (781) oder EHEC (2.447) erkrankt, 35 Personen starben an HUS (22) oder EHEC (13).  Das RKI rät weiterhin vom Verzehr roher Sprossen - auch selbst gezogener Keimlinge - ab.

RKI-Update vom 9.6.2011 - Trend der EHEC-Infektionen abnehmend: Insgesamt sind 2.808 Personen an HUS oder EHEC erkrankt (Grafik 1), 26 Personen starben an HUS oder EHEC. Sowohl die Melde-Daten zu HUS und EHEC, als auch die Informationen aus der Surveillance blutiger Durchfälle in Notaufnahmen lassen derzeit insgesamt bereits seit mehreren Tagen einen abnehmenden Trend der Fallzahlen erkennen.

RKI-Update zu EHEC-Ausbrüchen Stand 6.6.2011, 12.00 Uhr:

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden seit Anfang Mai insgesamt 630 HUS-Fälle übermittelt, darunter 15 Todesfälle (Stand 5. Juni 2011, 15 Uhr). Seit Anfang Mai 2011 sind dem RKI außerdem 1.601 Fälle mit einer Infektion mit EHEC übermittelt worden.

Sechs übermittelte EHEC-Fälle sind verstorben Insgesamt 75% der EHEC-Fälle stammen aus den vier Bundesländern Schleswig-Holstein (n=451), Niedersachsen (n=348), Nordrhein-Westfalen (n=188) und Hamburg (n=226). Alle Bundesländer sind von dem EHEC-Ausbruch betroffen. Es sind alle Bundesländer von dem HUS-Ausbruch betroffen. Insgesamt sind damit 2.231 Personen an HUS oder EHEC erkrankt.

Update 31.5.2011:

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden seit 2. Mai 373 HUS-Fälle übermittelt, darunter 6 Todesfälle (Stand 30. Mai 2011, 15 Uhr). Seit Anfang Mai 2011 sind dem RKI 796 Fälle mit einer Infektion mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) übermittelt worden, drei übermittelte EHEC-Fälle sind verstorben. Bei dem aktuellen Geschehen handelt es sich laut RKI um einen der weltweit größten bislang beschriebenen Ausbrüche von EHEC bzw. HUS und den bislang größten Ausbruch in Deutschland, wobei insbesondere die Alters- und Geschlechterverteilung ungewöhnlich ist. Nach wie vor sind vor allem Erwachsene und davon überwiegend Frauen betroffen, während zu anderen Zeiten vorwiegend Kinder dieses schwere Krankheitsbild entwickeln.

Die Statistik mit Stand vom 25. Mai 2011 zeigt die Anzahl der Infektionen mit EHEC in Deutschland (Quelle: Statista / RKI). 2010 wurden dem RKI insgesamt 918 Fälle gemeldet.

  


Verbraucher-Empfehlung des RKI: Keine rohen Tomaten, Salatgurken und Blattsalate
"Das BfR empfiehlt derzeit weiterhin vorsorglich Tomaten, Salatgurken und Blattsalate nicht roh zu verzehren. Diese Hinweise, die insbesondere auf in Norddeutschland erhältliche Ware abzielen, haben weiterhin Bestand, solange die Ermittlungen des Ausbruchsgeschehens andauern" (Stellungnahme Nr. 015/2011 des BfR vom 26. Mai 2011). Eine vom Robert Koch-Institut gemeinsam mit den Hamburger Gesundheitsbehörden durchgeführte epidemiologische Studie zeigt, dass vom aktuellen EHEC-Ausbruch betroffene Patienten signifikant häufiger rohe Tomaten, Salatgurken und Blattsalate verzehrt hatten als gesunde Studienteilnehmer. Es steht noch nicht fest, ob nur eines oder mehrere dieser drei Lebensmittel mit dem Ausbruchsgeschehen in Zusammenhang stehen.

 

 

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