Im Science Park in der Watergraafsmeer in Amsterdam entsteht mit 17.000 m² eines der größten wissenschaftlichen Laborprojekte in Europa. Die Entwicklung eines innovativen Wandsystems, das gänzlich von der gängigen Laboreinrichtung abweicht, soll die Labore nicht nur flexibler, sondern vor allem arbeitserleichternd für die Nutzer machen.
Seit 2009 befindet sich die Fakultät für Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik (FNWI) der Universität Amsterdam in den neuen Gebäuden im Science Park in Amsterdam. Ein wesentlicher Teil dieses Neubaus für Lehre und Forschung wird mit Laboren eingerichtet. Die Fertigstellung des neuen Gebäudekomplexes mit einer Brutto-Gesamtfläche von 70.000m² im Science Park Amsterdam hat 3 Jahre gedauert und soll dieses Jahr fertiggestellt werden.
Für die neuen Labore im FNWI Gebäude wollte die Uni Amsterdam eine Gebäudestruktur und eine Raumumgebung schaffen, die mit der Forschung mitwachsen können. Dr. Peter Blok, Direktor für Gebäude, Ausstattung und Technologie der Fakultät beschreibt das so: „Wir wollten ein wandelbares Gebäude, in dem man nicht nur unterschiedliche Labors einrichten, sondern auch deren Größe flexibel gestalten kann. Dafür gibt es keine Standardsysteme. Darum konnten wir in der Ausschreibung kein detailgenaues Konzept vorlegen, haben jedoch dazu aufgefordert, ein Konzept zu entwickeln, das innerhalb des gegebenen Rahmens die notwendige Flexibilität aufweist."
Letztendlich hat sich der Laborplaner ein neues Einrichtungskonzept, die Multi-Laborwand, ausgedacht: eine einzigartige Kombination aus Labormöbelsystem und Trennwand. Im gesamten Labor können in einem festen Abstand vertikale Ständer aufgestellt werden, die an Boden und Decke fixiert sind. Die Ständer dienen als Träger für die modularen Einrichtungskomponenten sowie zur Medienverteilung. Die Ständer sind der einzige, am Boden fixierte Teil der Laboreinrichtung. Wandpanell können ganz einfach zwischen den Ständern befestigt, aber auch weggelassen werden. Dadurch ist es einfach, aus Wandtischen sog. Tischinseln zu bilden und Geräte zu integrieren: das Labor ist nicht an feste Unterteilungen gebunden.
Untersuchungsmethoden verändern sich schnell und stellen somit auch veränderte Anforderungen an die Technik.
Müssen Laborräume in Zukunft an neue Anforderungen angepasst werden, bietet die Multi-Laborwand großen Spielraum, denn sie besteht aus flexiblen Elementen in einem flexiblen Raum.
Waldner hat ein entsprechendes Muster dieser neuen Laborwand entworfen. „Tatsächlich haben wir hierbei im Rahmen der Möglichkeiten alle Wünsche der Benutzer berücksichtigt. Und damit nicht genug: die Fakultät bat uns um die Entwicklung einer Laborwand und wir haben eine so genannte Cleanroom-Wand geliefert, die den strengsten gesetzlichen Anforderungen an die Arbeitsumgebung hinsichtlich Hygiene, Geräuschpegel und Ergonomie entspricht. Mit vollkommener Flexibilität am Arbeitsplatz." beschreibt Peter van Heesewijk, Geschäftsführer von Waldner Benelux, den Entwicklungsprozess.
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