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Antimikrobielle Arbeitskleidung aus neuen Materialien

30.09.2011
Antimikrobielle Arbeitskleidung - hier im Einsatz in der Lebensmittelherstellung
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Wissenschaftler der Hohenstein Institute haben in Kooperation mit mehreren Universitäten Gewebe für eine leasingtaugliche antimikrobielle Arbeitskleidung auf Basis von Celluloseregeneratfasern entwickelt und diese hinsichtlich ihrer Verarbeitung und Gebrauchseigenschaften untersucht. Ziel des Forschungsprojektes war es, solche Eigenschaften wie Schutzfunktion, hohe mechanische Haltbarkeit, lange Lebensdauer und leichte Pflegbarkeit einerseits sowie gute physiologische Funktion der Kleidung und angenehmen Tragekomfort andererseits in einem Bekleidungsstück zu vereinen und eine reinweiße, antimikrobielle, leasingtaugliche und komfortable Arbeitskleidung aus Celluloseregeneratfasern herzustellen.

Antimikrobielle Wirkung: Ersatz für Silber
Bei der Entwicklung der neuen Materialien wurden zunächst drei Faser-Varianten hergestellt, bei denen Zink, Zinkoxid und Silbernitrat zugesetzt wurden. Der Einsatz von Zink zur Erzeugung antimikrobieller Wirkung von Textilien ist ein innovativer Ansatz, da Zink bisher in Textilien kaum Verwendung fand. Zink zeichnet sich als Wirksubstanz durch die gleichen Vorzüge wie Silber aus und ist ein gesundheitlich unbedenklicher, gut untersuchter Wirkstoff, bei dem im Gegensatz zu Silber keine Verfärbungen bei der Verarbeitung und Pflege zu erwarten sind. Bei der Variante mit Silbernitrat wurde zusätzlich Titanoxid zugegeben, um die spätere Verfärbung des Garns bereits im Herstellungsprozess zu vermeiden. Die Zugabe von Titanoxid führte bei der Faser mit Silbernitratbeladung zu keiner Verbesserung. Die auftretenden Verfärbungen wurden zwar aufgehellt, sind aber nach wie vor vorhanden.

Praxistauglichkeit der antimikrobiellen Arbeitskleidung bestätigt
Die Qualität der neuen Faservarianten wurde im Praxiseinsatz überprüft. Es wurden die textiltechnischen Mindestanforderungen wie Konfektionsvorgaben, Tragekomfort und Leasingtauglichkeit anhand der Vorgaben der DIN 10524 wie auch die antimikrobielle Wirksamkeit nach 100 Wasch- und Trocknungszyklen geprüft.
Die positiven Ergebnisse bestätigen, dass im Forschungsprojekt Grundlagen für eine neue, innovative Ausführung für antimikrobielle Textilien durch die Verwendung von Zink und cellulosischen Regeneratfasern geschaffen wurden.

Die Ergebnisse werden allen Interessierten, wie der Textilindustrie, der Chemischen Industrie und der Bekleidungsindustrie zur breiten Nutzung zur Verfügung gestellt.

http://www.hohenstein.de/

 

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