Wissen der Evonik Industries als Nährboden für Polymerinnovationen

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  • Die fünf Areas of Competence der Evonik Industries AG in ihrem Geschäftsfeld Chemie
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Wissen der Evonik Industries als Nährboden für Polymerinnovationen. Zusätzliche Synergien bei der Entwicklung neuer Produkte und System­lösungen schaffen und so künftiges Wachstum unterstützen – dieses Ziel verfolgt das Geschäftsfeld Chemie der Evonik Industries mit ihren Areas of Competence. Hinter diesen Areas verbergen sich Plattformen, auf denen Evonik Know-how, Erfahrungen und Technologien im Geschäftsfeld Chemie bündelt und vernetzt. Dieser Ansatz rückt die im Konzern vorhandenen Ressourcen in den Mittelpunkt – Equipment, Wissen, Erfahrung, Technologien, Prozesse, Organisation – und stellt sie allen Geschäftsbereichen gleichermaßen zur Verfügung. Zu den Aufgaben der Areas of Competence gehören unter anderem das koordinierte Beobachten des Wettbewerbs und der Technologieentwicklung sowie die Analyse von eigenen Stärken und Schwächen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kunden. Insgesamt will Evonik so ihre Innovationsstrategie und ihre Innovationsprozesse im Geschäftsfeld Chemie auf ein breiteres Fundament stellen.

Insgesamt fünf Areas of Competence wurden definiert (Grafik), in denen Evonik besonders hohes Know-how erworben hat. Ein Beispiel ist der Bereich Polymere: In der entsprechenden Area of Competence „Designing with Polymers“ bildet Evonik die gesamte Prozesskette zur Herstellung von Kunststoffen ab – von den Monomeren über Polymerisation und Compoundierung bis hin zur Verarbeitung zu Halbzeugen.

„Der Titel Designing with Polymers soll zum Ausdruck bringen, dass wir mit unserem Know-how in der Lage sind, Polymere vom einzelnen Molekül bis hin zum Werkstoff maßzuschneidern und damit nahezu jede gewünschte Funktion zu erzeugen“, sagt Dr. Manfred Stickler, im Bereich Innovation Management Chemicals zuständig für die Entwicklung von Innovationsstrategien und das Management von Kernkompetenzen.

Designing with Polymers ist unterteilt in sieben Technologiekompetenzcluster (TCC): Continuous Processes for Functional Polymers fasst die Kompetenzen bei kontinuierlichen Polymerisationsprozessen zusammen. Unter anderem erzeugt Evonik mit diesen Technologien eine breite Palette von funktionalen Methacrylat-basierten Polymeren.

„Unser Know-how in diesem Bereich spürt der Kunde vor allem über das enorm breite Leistungsspektrum unserer Polymere“, so Stickler.

Das Gleiche gilt für die Extrusion bzw. die Coextrusion zur Herstellung von Platten, Profilen und Folien, einem weiteren Technologiekompetenzcluster. Beispielsweise können Folien mit einer Dicke von rund 90 μm so produziert werden, dass die Dickentolleranz nur 1 μm beträgt. Für einige optische Anwendungen ist dies eine wesentliche Voraussetzung. Im Cluster Engineering Polymer Foams sind die Kompetenzen zur Erzeugung von Hochleistungsschäumen gebündelt.

Ein Beispiel hier ist das Evonik-Produkt Rohacell, ein aus Polymethacrylimid erzeugter FCKW-freier Hartschaum. Er kommt in der Luft- und Raumfahrt, aber auch im Schiff- und Schienenfahrzeugbau als Kernwerkstoff in hochbelastbaren Sandwichkonstruktionen zum Einsatz. In Tailoring Functionality and Topology of Polymers werden alle Methoden zur Polymersynthese zusammengefasst, die es erlauben, die chemische Funktionalität und die Topologie von Polymermolekülen (d. h. lineare oder verzweigte, kamm- oder sternförmige Strukturen) maßzuschneidern.

Der Technologiekompetenzcluster Structuring Polymer Particles zielt unter anderem auf die Beeinflussung der Größe von Polymerpartikeln sowie deren Morphologie ab (z. B. Kern/Schale-Aufbau). Polymerpartikel mit einer Größe zwischen einem und 20 μm beispielsweise verfügen über spezielle Streueigenschaften und sind deshalb für optoelektronische Anwendungen wie die Ausleuchtung großer Bildschirme interessant.

Formulation of Polymer Compounds repräsentiert einen weiteren Freiheitsgrad bei der Erzeugung von polymeren Werkstoffen. So lassen sich etwa durch Mischung verschiedener Polymere miteinander oder aber auch durch Zuschlag von (meist anorganischen) Partikeln Werkstoffe mit völlig neuen Eigenschaften gewinnen.

Polymer Characterization and Materials Testing schließlich umfasst unterstützende, spezielle Analysetechniken, die es nicht von der Stange gibt – etwa ein Brandlabor, in dem das Brandverhalten von Kunststoffen untersucht wird. „Polymer Technologies sind wie andere Werkstoffwissenschaften so genannte Enabling Technologies für praktisch alle Lebensbereiche. Mit unseren Technologiekompetenzen in der Area of Competence Designing with Polymers sind wir gut gerüstet, um für unterschiedlichste Branchen Produkte mit maßgeschneiderten Eigenschaften und Funktionen zur Verfügung zu stellen“, so Stickler.

Schon heute deckt Evonik mit ihren Spezialkunststoffen ein breites Anwendungsspektrum ab: Sie kommen zum Einsatz bei Gebäuden und Wohnungen, im Messebau und in Industrieanwendungen, bei der Konstruktion von Flugzeugen, Satellitentransportraketen, Autos und Formel-1- Boliden, in der Elektroindustrie, der Medizintechnik, bei Sportartikeln und im Lifestyle-Bereich.

Evonik ist weltweit führend in der Methacrylatchemie, bei Spezialmonomeren für Lacke, Dispersionen und Klebstoffe, in der Laurinlactamchemie sowie bei Polyamid 12 und ist zweitgrößter Anbieter von PMMA-Formmassen.

Kontakt:

Dr. Manfred Stickler
Evonik Industries AG
Geschäftsfeld Chemie Innovation Management Chemicals
Darmstadt Tel.: 06151/18-01
Fax: 06151/18-02 manfred.
stickler@degussa.com
www.evonik.de

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