Lesenswert: Analytische Chemie

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  • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Matthias Otto studierte, promovierte und habilitierte im Fach Chemie an der Universität Leipzig und wirkte von 1984 bis 2016 als Professor für Analytische Chemie an der TU Bergakademie Freiberg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Elementspeziation mittels ICP-Atomemissionsspektroskopie, die organische Vielkomponentenanalyse auf der Basis mehrdimensionaler Methoden der Massenspektrometrie und Chromatographie sowie die Chemometrie.

Die bunten Malfarben auf dem Titelbild sind sein optisches Markenzeichen – und gleichzeitig ein Hinweis auf die enorme Bandbreite der Möglichkeiten, die die moderne Analytik bietet: „Der Otto“ ist seit 25 Jahren das beliebteste Analytik-Lehrbuch, und das natürlich nicht ohne Grund. Mit dem Blick für das Wesentliche erklärt der Autor, worauf es bei den vielen heute gebräuchlichen Analysenmethoden wirklich ankommt. Von den Grundlagen der qualitativen und quantitativen Analyse bis zu modernen Hochdurchsatz-Analysegeräten und der Qualitätssicherung wird die gesamte Bandbreite der modernen Analytik vorgestellt. Denn ein chemischer Prozess ist − sowohl im Labor- als auch Industriemaßstab − ohne entsprechende Analytik heutzutage undenkbar. Neben der Beantwortung der Frage „Wie viel von welcher Substanz liegt vor?“ gehört auch die Qualitätskontrolle und das Aufspüren von Neben- und Zwischenprodukten einer Reaktion zu den wichtigen Aufgaben der Analytik. Nur wer den Überblick behält und weiß, welche Analysemethode am besten zur jeweiligen Fragestellung passt, wird seine Projekte im Analyselabor nicht nur erfolgreich sondern auch effizient abschließen. Sie können dieses Buch auf Seite xy gewinnen.

 

 
GIT: Was war der konkrete Anlass das Buch zu schreiben?
 
Otto: Die erste Auflage dieses Buches in 1994 war aus der Notwendigkeit heraus entstanden, meinen Studenten ein Lehrbuch zur Verfügung zu stellen, das ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über das Gebiet der Analytischen Chemie vermittelt und über das gesamte Studium nützlich sein könnte. Bis dato waren die verfügbaren Lehrbücher entweder auf die Grundlagen der Analytischen Chemie oder auf die instrumentelle Analytik beschränkt gewesen. In den folgenden Auflagen musste überdies die Modularisierung und Reformierung der Studiengänge berücksichtigt werden und ich freue mich sehr, dass das Lehrbuch jetzt schon in einer 5. Auflage erschienen ist.
 
 
GIT: Welche Vorkenntnissesollte der Leser haben?
 
Otto: Grundkenntnisse zur allgemeinen, anorganischen und organischen Chemie auf Gymnasiumsstufe werden vorausgesetzt.
 
 
GIT: Welche Struktur hat das Buch?
 
Otto: Die ersten fünf Kapitel des Lehrbuches behandeln die Grundlagen der Analytischen Chemie, die Analysenmethoden auf der Grundlage chemischer Reaktionen, die Spektroskopie, die Elektroanalytik und die Chromatographie.

In einem sechsten Kapital werden die statistischen Auswertemethoden (Chemometrie) behandelt und es schließen sich drei anwendungsbezogene Kapitel zur Automatisierung und Prozessanalytik, zur Bioanalytik sowie zur Umwelt- und Werkstoffanalytik an.

 
 
GIT: Welche Zielgruppen bedient das Buch?
 
Otto: Das Lehrbuch deckt den gesamten Stoff zur Analytischen Chemie eines Bachelor-Studienganges Chemie ab. Darüber hinaus wird es aber auch in Studiengängen der Pharmazie, der Lebensmittelchemie und anderer chemischer Disziplinen genauso wie von Nicht-Chemikern und Chemieingenieuren genutzt.

 

 

GIT: Welche Rolle spielen Datenbanken in der Analytik?

Otto: Datenbanken sind in der Analytik essentiell. Dies gilt für spektrale Daten, für chemische Struktur-Informationen oder auch für die Analysendaten wie sie in den Labor-Informations-Systemen (LIMS) gehandhabt werden. Allerdings muss man sich auch darüber im klaren sein, dass in vielen Fällen die heutigen Datenbanken nur einen Bruchteil an Informationen liefern können. Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Die Summenformel C3H4N2O2 mit der relativen Molekülmasse 100 umfasst 7547 denkbare Isomere. Von diesen Isomeren sind bis heute 29 Verbindungen synthetisiert worden und in der NIST-MS-Datenbank findet man dazu gerade mal 2 Massenspektren. Die Vorhersage von Spektren aus Strukturdaten durch Simulation oder mittels künstlicher Intelligenz ist daher nach wie vor ein wichtiges Aufgabenfeld für den Analytiker.

 

Otto, M.
Analytische Chemie

5. Auflage
2019.
Softcover
ISBN: 978-3-527-34465-9
Auch in elektronischen Formaten erhältlich!

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