Lesenswert: Der Gradient in der HPLC für Anwender

Wenn man sich vor Augen führt, dass rund 80 % der flüssigchromatographischen Trennungen einen Gradienten einsetzen, wird klar, dass jeder HPLC-Nutzer sich mit dem Prinzip der Gradiententrennung gut auskennen sollte. Dieser Praxisleitfaden erklärt die Grundlagen und vor allem den optimalen Einsatz der Gradiententrennung, sowohl für die klassischen Einsatzgebiete der RP-HPLC und LC-MS-Kopplung, als auch in der Ionenanalytik und der Biochromatographie. Je nach Aufgabenstellung können verschiedene Parameter zur Gradientenbildung genutzt werden: Lösemittelgradienten, Salzgradienten, pH-Gradienten, Temperaturgradienten und Druckgradienten sind nur einige Beispiele aus dem Werkzeugkasten des HPLC-Profis. Das Buch besteht aus zwei Teilen: Im Teil 1 werden die Grundlagen der Gradiententechnik beleuchtet, im Teil 2 werden die Spezifika des Gradienten in einzelnen Modi und Trenntechniken vorgestellt. Sie können dieses Buch auf Seite 15 gewinnen.

GIT: Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte bzw. wissenschaftlichen Interessen?

Stavros Kromidas: Validierung in der Analytik und HPLC: HPLC; hier speziell „Gradient“ und „Vergleich und Auswahl von HPLC-RP-Säulen“

GIT: Was war der konkrete Anlass das Buch zu schreiben?

Stavros Kromidas: Das letzte Buch über Gradient ist in Englisch verfasst und 13 Jahre alt. Die Idee war nun, ein Buch zu kreieren, das „alle“ Facetten des Gradienten behandelt. Das heißt konkret, wir wollten alle flüssigchromatographische Methoden berücksichtigen in denen Gradientelution vorkommt: Von RP über Ionenchromatographie und HILIC bis hin zu SFC, LC-MS und Temperaturgradienten.
 

GIT: Welche Zielgruppen bedient das Buch?

Stavros Kromidas: Das Buch wendet sich an erfahrene AnwenderInnen und praxisorientierte LaborleiterInnen
 

GIT: Welche Struktur hat das Buch?

Stavros Kromidas: Im Teil 1 geht es um die Grundsätze der Gradientenoptimierung und um apparative Einflüsse und im Teil 2 werden die Spezifika des Gradienten in den einzelnen Trennmodi beschrieben.

GIT: Gibt es bei der Gradienten-Optimierung auch den Ansatz des „Design of Experiment“, also der planmäßigen Veränderung mehrerer Variablen, um mittels mathematischer Methoden zum besten Ergebnis zu kommen?
Stavros Kromidas:
Nein, „DoE“-Anätze werden in einem Buch enthalten sein, was gerade „in der Mache“ ist…
 

GIT: Was sind die, aus Ihrer Erfahrung heraus, größten Mythen über Gradienten?
Stavros Kromidas:
▪    „Ein guter generischer Gradient ist z. B: 5 % B bis 100 % B“
▪    „Bei einer großen Anzahl von Peaks braucht man einen langen Gradienten“
▪    „Ein flacher Gradient verbessert die Trennung“
▪    „Kurze und / oder hocheffiziente Säulen (kleine Teilchen) können an ältere Gradienten nur suboptimal eingesetzt werden“

 

Über den Autor:
Stavros Kromidas
nach Studium der Chemie und Promotion über die Entwicklung chiraler Phasen für die HPLC, Tätigkeit bei der Firma Waters.

Gründung der Novia und Geschäftsführung bis 2001. Seit 2001 selbstständiger Trainer, Berater und Autor mehrerer Bücher. Durchführung von und Beteiligung an mehreren Studien zur Gradienten­optimierung, über Eigenschaften stationärer Phasen und Hardwaredesign.

Kromidas, S. (Hrsg.)
Der Gradient in der HPLC für Anwender

2019.
Hardcover
ISBN: 978-3-527-34404-8
Auch in elektronischen Formaten erhältlich.

Lesen Sie im Probekapitel, um einen ersten Einblick in das Buch zu bekommen. 

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