Innovationen in der In Vitro-Diagnostik

Innovationen in der In Vitro-Diagnostik. Die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren und Tests zur Erkennung von Erkrankungen bietet den Patienten verbesserte Chancen der Prävention, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten, den Krankenkassen potentielle Kostenersparnisse durch diagnosegestützte Therapie-Optimierung, Reduzierung oder sogar Verzicht beim ­Medikamenteneinsatz, der Gesellschaft volkswirtschaftlichen Nutzen durch Verbesserung der Gesundheit, Reduzierung von Kosten durch krankheitsbedingten Arbeitsausfall und schließlich den Unternehmen der Diagnostika-Industrie Chancen auf wirtschaftlichen Erfolg sowie Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Allerdings ist der Gesundheitsmarkt Deutschlands hochgradig reguliert.

Die Einführung von innovativen Diagnostika in die Praxis ist ein komplexer und oft langwieriger Vorgang. Nicht selten gelangen Innovationen gar nicht oder nur verzögert zur Anwendung in medizinische Laboratorien. Führende Entscheider und Interessensvertreter aus Technologie, Ärzteschaft, Gesundheitsökonomie, Politik, Krankenkassen und Unternehmen der Diagnostika-Industrie sind ­daher auf Einladung von DiagnostikNet-BB und VDGH am 22.10.08 in Berlin zusammengekommen, um auf dem Forum „Innovationen in der In Vitro-Diagnostik: Regulierung, Bewertung, Erstattung" Lösungsansätze zur Verbesserung dieser Situation zu diskutieren.

 

  • Wichtige Fragestellungen, bei denen im weiteren Diskurs Weichenstellungen für die Zukunft gelegt werden sollten, waren:
  • Die ständige Anpassung der im gesetzlichen Katalog aufgeführten Verfahren an die neuen Möglichkeiten der Laboratoriumsdiagnostik. 
  • Ausschöpfung des Potentials für Qualitätssteigerung und Kosteneinsparungen durch Telematik und moderne Informations­techniken 
  • Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine sichere Nutzung umfangreicherer Informationen der Gesundheitskarte.
  • Bündelung der Expertise der medizinischen Fachgesellschaften zur Erstellung und kontinuierlichen Weiterentwicklung von krankheitsbezogenen, modular aufgebauten Diagnostikempfehlungen
  • Klärung offener Fragen der Sozialgesetz­gebung, z. B.

    Wer entscheidet was zweck­mäßig und wirtschaftlich ist? Welche Leistungen können Versicherte im Gesetzlichen Leistungskatalog beanspruchen? Wird hier auch die volkswirtschaftliche Sicht oder nur die betriebswirtschaftliche Sicht im Wirtschaftlichkeitsgebot berücksichtigt? 

  • Verbesserung der Transparenz der Entscheidungswege und Einrichtung verlässlicher Zeitfenster.
  • Anpassung des Katalogs der Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen der GKV an den aktuellen Stand der medizinischen ­Erkenntnis.

 

Klare Zugangsregeln und Mitwirkungsrechte aller Beteiligten im Innovationsprozess, etwa ein eigenständiges Antrags- und Anhörungsrecht bei der Aufnahme neuer Methoden in den GKV-Leistungskatalog durch Interessenvertretungen der Patienten und Hersteller

Förderung der Fortentwicklung und Erprobung neuer Verfahren mit Mitteln aus einem gesundheitlichen Innovationsfonds.

 

Nähere Informationen zum strategischen Dialog der Branche mit der Gesundheitspolitik und den Kostenträgern und den Aktivitäten der Veranstalter erhalten Sie von:

RA Dierk Meyer-Lüerßen
VDGH e.V.

Frankfurt am Main
Tel.: 069/2556-1721
Fax: 069/236650
dml@vdgh.de

Dr. Volker Rosenbaum
DiagnostikNet-BB e.V.

c/o BioTOP Berlin-Brandenburg
Berlin
Tel.: 030/318622-17
Fax: 030/318622-22
rosenbaum@biotop.de
www.diagnostiknet-bb.de

 

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