Adrian Liston ist Preisträger des Eppendorf Award for Young European Investigators 2016

  • Preisverleihung des 21. Gewinners des Eppendorf Award for Young European Investigators. Von links nach rechts: Axel Jahns (Eppendorf AG), Reinhard Jahn (MPI for Biophysical Chemistry), Adrian Liston (VIB/KU Leuven), Maria Leptin (EMBO), Wilhelm Plüster (Eppendorf AG) , Bas Poirters (Eppendorf Nederland & Eppendorf Belgium)Preisverleihung des 21. Gewinners des Eppendorf Award for Young European Investigators. Von links nach rechts: Axel Jahns (Eppendorf AG), Reinhard Jahn (MPI for Biophysical Chemistry), Adrian Liston (VIB/KU Leuven), Maria Leptin (EMBO), Wilhelm Plüster (Eppendorf AG) , Bas Poirters (Eppendorf Nederland & Eppendorf Belgium)

Prof. Adrian Liston (36), Gruppenleiter am VIB Translational Immunology Lab, Universität Leuven, Belgien, wurde zum 21. Gewinner des Eppendorf Award for Young European Investigators gewählt.

Die Preisverleihung fand am 2. Juni 2016 im EMBL Advanced Training Centre in Heidelberg statt. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhielt der Preisträger ein Jahresabonnement der Fachzeitschrift „Nature“ und eine speziell mit seinem Namen bedruckte Pipette des Hamburger Life Sciences Unternehmens.

Die unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Reinhard Jahn, Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen würdigte damit die Leistungen von Adrian Liston und seiner Arbeitsgruppe zur Aufklärung von Schlüsselmechanismen, mit denen das Immunsystem es vermeidet, den eigenen Organismus anzugreifen, während es gleichzeitig effektiv gegen Pathogene vorgeht.

Die Arbeiten von Adrian Liston und Team ermöglichen das Verständnis entscheidender Schritte in der Kontrolle regulatorischer T-Zellen, die maßgeblich für die Balance zwischen Autoimmunität und Immunsuppression sind. Sie eröffnen neue Therapieansätze zur Behandlung von Krankheiten, deren Ursache eine dysregulierte Immunhomöostase ist.

Sein Team untersucht die genetischen Grundlagen von Immunerkrankungen mit einer multidisziplinären Herangehensweise, indem sie die gesamte Kaskade von Ereignissen auswerten, die zur Erkrankung führen.

Neben genetischen Methoden zur Identifikation neuer Mutationen, die grundlegende Immundefekte verursachen, nutzt das Forscherteam aus Leuven Ansätze der zellulären und biochemischen Immunologie, um die Auswirkungen dieser Mutationen auf die Toleranz-Kontrollpunkte zu erforschen. ‚Disease Modeling‘ wird angewendet, um den pathologisch wirkenden Gewebezerstörungsprozess zu untersuchen. Die Mission besteht darin, die sensitivsten Interventionspunkte im Krankheitspfad zu identifizieren, um wirksame Therapieansätze entwickeln zu können.

Für einen Videogruß wurde der Vorjahresgewinner Dr. Thomas Wollert vom Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried zugeschaltet. Neben seinen Glückwünschen kündigte er seinen bevorstehenden Wechsel an das Pasteur Institut nach Paris an.

Die Auszeichnung mit dem Eppendorf Award for Young European Investigators 2015 habe sich nach seinen Ausführungen bei der Bewerbung durchaus als nützlich erwiesen.

Neben Prof. Reinhard Jahn gehörten Prof. Dieter Häussinger (Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Düsseldorf), Prof. Maria Leptin (EMBO, Heidelberg) und Prof. Martin J. Lohse (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft, Berlin) der diesjährigen Jury an.

Weitere Informationen zu Bewerbungsmodalitäten, Auswahlkriterien und bisherigen Preisträgern sind unter www.eppendorf.com/award aufgeführt.

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