Antimikrobielle Wirkung von Holz

In einer gemeinsamen Studie haben Forscher der FH Campus Wien sowie der FH Salzburg die antimikrobielle Wirkung von Lärchenholz auf Klebsiella pneumoniae und Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA), zwei sog. Krankenhauskeime, nachgewiesen. Eine Infektion sowohl mit K. pneumoniae als auch mit MRSA kann bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwere Erkrankungen verursachen und tritt häufig im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auf.

Für die Experimente wurden sowohl Würfel als auch Späne von Kern- und Splintholz aus Lärchen verwendet. Die mikrobiologischen Untersuchungen zeigten, dass Splintholz eine raschere Keimzahlreduktion aufweist als Kernholz und sich die Bakterienzahl auf Holzwürfeln rascher als auf Holzspänen verminderte. Beim Testkeim K. pneumoniae wurde bereits nach 3 Stunden eine vermehrte Keimzahlreduktion festgestellt, bei MRSA konnte größtenteils erst nach 24 Stunden kein Keimwachstum mehr nachgewiesen werden. Auf welche Eigenschaften genau die in der Studie nachgewiesene antimikrobielle Wirkung des Lärchenholzes zurückzuführen ist, muss allerdings noch untersucht werden.

Die Erkenntnisse der Studie belegen, dass Holz aufgrund dieser antimikrobiellen Wirkung ein großes Potenzial als nachwachsender Werkstoff für die Verwendung in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen hat.

Originalpublikation:
N. Kavian-Jahromi, et al.: Eur. J. Wood Wood Products 73(6), 841-844 (2015) – DOI: 10.1007/s00107-015-0935-8

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