Arsen in DNA von Bakterien gefunden

NASA-Forscherin Felisa Wolfe-Simon entdeckt neue Lebensform

  • GFAJ-1 grown on arsenic. Bild: Jodi Switzer BlumGFAJ-1 grown on arsenic. Bild: Jodi Switzer Blum
  • GFAJ-1 grown on arsenic. Bild: Jodi Switzer Blum
  • Der Mono Lake in Kalifornien.

Im Mono Lake in Kalifornien entdeckten NASA-Forscher ein neues Bakterium mit Namen GFAJ-1, das sich von giftigem Arsen statt Phosphor ernähren kann und dieses auch in seine DNA einbaut. Die Entdeckung von Felisa Wolfe-Simon und ihren Kollegen revolutioniert die Lebenswissenschaften: Ging man bislang davon aus, dass organisches Leben ausschließlich aus den sechs chemischen Bausteinen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor und Schwefel aufgebaut ist, so muss diese Definition nun um Arsen erweitert werden.

„Wir wissen, dass einige Mikroben Arsen atmen können, aber was wir nun gefunden haben - eine Mikrobe, die Teile ihrer selbst aus Arsen aufbaut - ist etwas ganz neues, " sagt Felisa Wolfe-Simon, eine Astrobiologin der NASA, die zur Zeit am U.S. Geological Survey in Menlo Park, Kalifornien arbeitet.

Bereits 2009 stellten die Forscher in einem Nature-Artikel (Did nature also choose arsenic?) die Hypothese auf, dass frühere biochemische Syteme Arsenat statt Phosphat benutzt haben könnten, da Arsen und Phosphor sich chemisch ähnlich verhalten. Diese Theorie konnten sie nun mit der neu entdeckten Lebensform beweisen. Sie setzten die Bakterien auf eine „Phosphor-Diät" und stellten ihnen stattdessen reichlich Arsen zur Verfügung. Das Ergebnis: Die Bakterien wuchsen nicht nur weiter, sondern bauten das Arsen in ihren Organismus ein - in DNA, Proteine und Zellmembran.

Laut NASA hat die Entdeckung große Auswirkungen auf die Suche nach Beweisen für außerirdisches Leben.

http://www.nasa.gov/

 

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.