Bayerische Forschungsallianz auf dem Forum Life Science 2013

Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) nimmt an dem Forum Life Science 2013, welches am 13. und 14. März 2013 in Garching stattfindet, teil. Auf dem 8. internationalen Fachkongress "Forum Life Science" informieren die Wissenschaftler am Gemeinschaftsstand der BayFOR über ihre Fortschritte in dem seit Anfang 2012 EU geförderten Projekt Tircon. Dort präsentieren auch die EU-Projekte Cambrella (Komplementär- und Alternativmedizin) und Chemlab II (länderübergreifende Ausbildung von Chemielaboranten) sowie der Bayerische Forschungsverbund Formosa (Muskelschwund und Osteoporose im Alter) ihre Arbeit.

Tircon: Neue Therapiemöglichkeiten für NBIA-Erkrankung
Tircon ("Treat Iron-Related Childhood-Onset Neurodegeneration") widmet sich der Erkrankungsgruppe "Neurodegeneration with Brain Iron Accumulation" (NBIA). Die Projektpartner führen eine multizentrische klinische Therapiestudie mit der eisenbindenden Substanz Deferiprone durch. Darüber hinaus bauen sie ein internationales Patientenregister sowie eine Biobank auf. Gleichzeitig führt Tircon präklinische Arbeiten zur Entwicklung eines Biomarkers durch. "Wir hoffen, durch diesen mehrgleisigen Ansatz die Erkrankung mittelfristig besser behandeln zu können", so Prof. Dr. med. Thomas Klopstock vom Friedrich-Baur-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München, der das Projekt koordiniert. Insgesamt sind 13 Projektgruppen aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen, den Niederlanden, Slowenien, Kanada und den USA beteiligt. Die EU fördert Tircon seit Dezember 2011 mit 5,2 Mio. Euro. www.tircon.eu

Cambrella: Komplementär- und Alternativmedizin europaweit vernetzen
Die "sanfte" Medizin ist in Europa weit verbreitet und gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Einheitliche Regelungen und Terminologien sowie statistische Erhebungen und weitergehende Forschungen zu den einzelnen Praktiken und ihren Anwendern existieren jedoch nicht in ausreichendem Maß. Im Rahmen von Cambrella ("A pan-European Research Network for Complementary and Alternative Medicine") haben Wissenschaftler aus zwölf europäischen Ländern daher von 2010 bis 2012 zum einen ein transnationales Netzwerk in diesem Bereich aufgebaut und zum anderen eine Roadmap für künftige Forschungsfragen erstellt.

Dr. Wolfgang Weidenhammer vom Kompetenzzentrum Komplementärmedizin und Naturheilkunde am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München koordinierte das von der EU mit 1,5 Mio. Euro geförderte Projekt. Über einen Beirat waren zahlreiche Interessenvertreter - Patienten, Ärzte, Arzneimittelhersteller etc. - in die Arbeit eingebunden. www.cambrella.eu

Chemlab II
Die Ausbildung von angehenden Chemielaboranten steht bei Chemlab II ("European Apprenticeship Training for Chemical Laboratory Technicians") im Zentrum des Interesses. Ziel ist eine vergleichbare, länderübergreifende Ausbildung in Europa nach einem einheitlichen System, die langfristig mit einem europäischen Abschluss enden soll. Dabei setzen die Projektpartner - neben Deutschland sind bislang Georgien, Griechenland, Polen und die Türkei beteiligt - auf ein duales Ausbildungssystem, das Theorie mit Praxis verbindet. Die Koordination des Projekts liegt bei PD Dr. Thomas Letzel vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität München. Die EU fördert Chemlab II mit 300.000 Euro für zwei Jahre. www.eu-chemlab.eu

Formosa
Der neu gestartete Bayerische Forschungsverbund Formosa ("Muskelschwund [Sarkopenie] und Osteoporose - Folgen eingeschränkter Regeneration im Alter") beschäftigt sich mit dem Muskelschwund, einer besonders im Alter weit verbreiteten Krankheit, die wiederum andere Erkrankungen wie Osteoporose begünstigt. Im Laufe der nächsten drei Jahre will der Verbund in enger Kooperation mit der produzierenden Industrie und deren Unterstützung die Ursachen dieser Krankheiten näher erforschen, messtechnische Standards zur Diagnose von Muskelschwund erarbeiten sowie geeignete Therapien und Präventionsstrategien entwickeln. Formosa wird von der Bayerischen Forschungsstiftung mit 2 Mio. Euro gefördert. www.formosa.uni-wuerzburg.de

 

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