Bild der Woche: Gezielte Proteommessung via SRM

Exakte Karte für das Hefe-Proteom

  • Bild der Woche - vermessene Hefezellen: Forscherinnen und Forscher haben eine neue Peptiddatenbank mit Spektraldaten von über 6000 Hefe-Proteinen aufgebaut. (Bild: www.flickr.com/ambergowens)Bild der Woche - vermessene Hefezellen: Forscherinnen und Forscher haben eine neue Peptiddatenbank mit Spektraldaten von über 6000 Hefe-Proteinen aufgebaut. (Bild: www.flickr.com/ambergowens)

Systembiologen der ETH Zürich und weiterer Universitäten haben eine Methode entwickelt, um eine neue Karte der Gesamtheit aller Hefe-Proteine zu zeichnen - schneller und präziser, als dies je zuvor möglich war. Die neu erstellte Karte hat sich bereits auch bei der Analyse von verschiedenen Stoffwechselprozessen bewährt.

Nicht umsonst werden Proteine als Bausteine des Lebens bezeichnet: Sie sind an praktisch allen chemischen Reaktionen im Körper beteiligt, bilden das Zellskelett und übersetzen den genetischen Code in neue Proteine. Mit ihnen und ihren zahllosen Wechselwirkungen befasst sich die Systembiologie. Sie hat unter anderem zum Ziel, das Proteom, also sämtliche Proteine eines Lebewesens oder einer Zelle, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erfassen.

Um die Proteine zu messen, sind besondere Messverfahren nötig. Als besonders geeignet erwiesen sich massenspektrometrische Methoden. In den vergangenen Jahren haben Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich, namentlich Professor Ruedi Aebersold und SNF-Assistenzprofessorin Paola Picotti, die Entwicklung geeigneter Proteinmessmethoden vorangetrieben. Insbesondere das «Selected Reaction Monitoring» (SRM), das Paola Picotti 2011 den Latsis-Preis der ETH eintrug, hat die Proteom-Forschung entscheidend vorwärts gebracht.

Mehr zu dieser "Methode des Jahres 2012" lesen Sie bitte in der Originalveröffentlichung:
Picotti P, Bodenmiller B, Aebersold R. Proteomics meets the scientific method. 2013. Nature Methods 24, 24-27, Vol. 10, No 1. Januar 2013

oder unter http://www.ethlife.ethz.ch/

In einer neuen Arbeit, die soeben in Nature veröffentlicht wurde, liefern Picotti, Aebersold und Proteom-Forscher von weiteren Universitäten ein neues Beispiel, wie schlagkräftig SRM tatsächlich ist. Mit einer gemeinsamen Anstrengung haben sie eine neue, fast vollständige Karte des Hefe-Proteoms - 97 Prozent aller Proteine sind darauf enthalten - gezeichnet.

Originalliteratur:
Paola Picotti et al.: A complete mass-spectrometric map of the yeast proteome applied to quantitative trait analysis.

Nature, advanced online publication, 20th January 2013. doi: 10.1038/nature11835

http://www.ethz.ch/

 

 

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