Energie- und Ressourceneffizienz

Energie- und Ressourceneffizienz: Dominierendes Thema der Prozessindustrien. Der Trend zur Integration des Umweltschutzes in die Prozess- und Anlagentechnik, der sich schon seit einiger Zeit abzeichnet, setzt sich weiter fort.

Er umfasst nicht nur die Verminderung von Emissionen und damit verbundener Kosten, sondern auch die Quervernetzung mit den Themen Ressourcenschonung, Energie und Klimaschutz.

Die hohen Rohstoffpreise der letzten Zeit haben dazu geführt, dass auch aus wirtschaftlicher Sicht ein sparsamer Umgang mit Ressourcen wichtig wurde. Energie- und Rohstoffeffizienz sind damit integrale Bestandteile vieler Unternehmensplanungen geworden - mit positiven Auswirkungen auf den Umweltschutz.

Ressourcensparende und umweltschonende Produktionsverfahren und Reaktortechnologien, die Einsparung von Energie und CO2-Emissionen durch Prozessintensivierung, die Steigerung der Energieeffizienz in der chemischen Produktion durch fortschrittliche Rückgewinnungs- und Verbundsysteme und die Praxis der Material- und Energieflussanalyse im Unternehmen sind Beispiele für Maßnahmen, die sowohl Kosten senken als auch die Umwelt entlasten
Diese neuen Technologien und Entwicklungen sind ein wichtiges Thema der Achema.

Am 11. Mai 2009 öffnet der weltgrößte Branchentreff der Prozessindustrien in Frankfurt am Main für fünf Tage seine Tore. Nicht nur die chemische Industrie, sondern alle wichtigen Bereiche unserer modernen Technik werden hier direkt oder indirekt angesprochen.

Umweltschutz ist seit mehreren Jahrzehnten ein gewichtiges Querschnittsthema der Achema. Am Programm der Ausstellungstagung lassen sich so die wichtigsten Trends im Bereich des integrierten Umweltschutzes und bei den Umweltschutztechnologien ablesen.

Nachwachsende Rohstoffe, zugeschnitten auf die Anforderungen der chemischen Industrie, und die Herausforderungen einer gesicherten Energieversorgung der Zukunft, sind heute ein zunehmend wichtiges Thema für den Umweltschutz.

In der letzten Zeit hat es auf diesem Gebiet bedeutende neue Entwicklungen gegeben. Diese schlagen sich sowohl in den Podiumsdiskussionen der Achema als auch in der Ausstellung nieder.

Ein Sonderschau widmet sich der „Chemie und Biotechnologie regenerativer Rohstoffe und Energieträger".

Die dort angesprochenen Themen reichen von der Verfahrens- und Trenntechnik für die Gewinnung von Basisprodukten, der „weißen" Biotechnologie zu ihrer Veredlung, neuen (Bio-)Reaktoren, innovativen Produkten und pharmazeutischen Werkstoffen bis hin zur Energiespeicherung und Photovoltaik. Angesprochen werden dabei auch die Vergasung von Biomasse und der Einsatz und die Steuerung von Brennstoffzellen.

Doch auch in der Verfahrenstechnik für unterschiedliche Anwendungen hat sich viel getan. Das belegt die Tatsache, dass sich der effiziente Einsatz von Rohstoffen und Energie nicht auf eine Branche oder einen Ausstellungsbereich beschränkt, sondern sich wie ein roter Faden durch die Ausstellungsgruppen und das Vortragsprogramm des Kongresses zieht.

Es sind die Leitthemen einer nachhaltigen Entwicklung, zu denen es vielfältige Beispiele und Anregungen gibt wie z. B. die umweltschonende Erzlaugung durch Bioleaching, die nebenproduktfreie Synthese von Propylenoxid im HPPO-Verfahren oder die energiesparende Membranzell-Chlor-Alkali-Elek­trolyse in neuer Generation. Auch der Einsatz von Werkstoffen aus Naturfasern oder biologisch abbaubare Filtermedien sind Innovationen, die auf der Achema vorgestellt werden.

Neben dem produktionsintegrierten Umweltschutz sind die Reinhaltung von Luft und Wasser durch leistungsstarke Aufbereitungstechnologien wichtige Themen.

In Frankfurt werden beispielsweise Verfahren für die Konversion von Stickoxiden und Lachgas in Industrieabgasen und für die Entkeimung von Wasser für die Pharmaindustrie und Biotechnologie vorgestellt, aber auch hochmoderne Technologien der modernen industriellen Wassertechnik, vom Reinstwasser für die Pharmaindustrie über die ­Behandlung von Prozesswässern und den Einsatz der Membran- und Solartechnik für die Entsalzung bis hin zur Verminderung von „Micropollutants" in aquatischen Systemen.

Quervernetzungen gibt es auch zwischen Umweltschutz und Sicherheitstechnik; trägt diese doch dazu bei, unkontrollierte Stofffreisetzungen zu verhindern. Themen, die in diesem Bereich auf der Achema behandelt werden, sind u. a. die Handhabung, Charakterisierung und Kontrolle nano­skaliger Produkte und Partikel am Arbeitsplatz und in der Umwelt oder neuartige Pumpen, Ventile, Dichtungssysteme und Fernkontrolleinrichtungen für wassergefährdende und brennbare Medien.

Zur Bewältigung der Zukunftsaufgaben und Herausforderungen unserer modernen Industriegesellschaft verspricht die Achema 2009 ihren ­Besuchern also vielfältige Anregungen und interdisziplinäre Lösungsansätze. Wer die Chancen nutzen will, für den gilt das olympische Motto: Teilnehmen ist alles!

 

Kontakt

Dr. Jürgen Wiesner
Dechema e. V.
Frankfurt am Main
Tel.: 069/7564-0
Fax: 069/7564-201
info@dechema.de

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