Geringste Konzentrationen analysieren

  • Dr. Torsten Frosch © Jan-Peter Kasper/FSU Dr. Torsten Frosch © Jan-Peter Kasper/FSU

Torsten Frosch erhält den Bunsen-Kirchhoff-Preis. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird von Perkin Elmer gestiftet. Der Forscher von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien wird für herausragende Leistungen im Bereich der analytischen Spektroskopie im Besonderen durch exzellente Entwicklungen im Bereich miniaturisierter, faserbasierter Raman-Sensorik gewürdigt. Der Forschungspreis wurde dem Jenaer Physiker vom Deutschen Arbeitskreis für Analytische Spektroskopie (DAAS) der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) verliehen.

Dr. Froschs bahnbrechende Weiterentwicklungen der faser- und cavity-verstärkten Raman-Spektroskopie, erlauben es beispielsweise, biogene Gase und pharmazeutische Wirkstoffe in geringsten Konzentrationen und Mengen online zu analysieren. Insbesondere können damit sehr universell verschiedenste Gase in komplexen Mischungen identifiziert und quantifiziert werden. Die Forschungsarbeiten umfassen den Nachweis von Biomarkern im Atemgas für eine nicht-invasive Früherkennung von Krankheiten in Richtung medizinischer Diagnostik. Auf dem Gebiet der Umweltanalytik sind beispielsweise die Aufklärung von Stoffkreisläufen oder die Auswirkungen klimabedingter Stressbedingungen auf Pflanzen wichtige Fragestellungen.
Torsten Frosch studierte Physik mit Spezialisierung Optik und wurde für seine Promotion in Physikalischer Chemie an der Universität Jena mit dem Fakultätspreis Chemie und dem STIFT-Preis ausgezeichnet. Nach Postdoktoranden-Aufenthalten an der Monash University in Melbourne und am Imperial College in London leitet er jetzt die Arbeitsgruppe Faserspektroskopische Sensorik am Leibniz-Institut für Photonische Technologien.

Quelle: https://idw-online.de/de/news653825

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