Gewinnerinnen des EU-Innovationspreises 2014 für Frauen bekanntgegeben

Im Vorfeld des Internationalen Frauentags gab die Europäische Kommission die Gewinnerinnen des EU-Innovationspreises 2014 für Frauen bekannt. Der erste Preis geht an die Tübinger Hirnforscherin vom Hertie Institut für klinische Hirnforschung der Universität Tübingen und Unternehmerin Saskia Biskup. Mit diesem Preis werden Frauen ausgezeichnet, die sowohl wissenschaftliche Spitzenleistungen als auch Geschäftssinn auf sich vereinigen und innovative Unternehmen gegründet haben. Teilnehmen können Frauen, die im Rahmen von Forschungs- und Innovationsprogrammen der EU gefördert wurden. Überreicht wurde der Preis vom Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zum Innovationskonvent 2014.

Die insgesamt drei Gewinnerinnen wurden von einem unabhängigen Sachverständigengremium aus insgesamt 67 Bewerberinnen ausgewählt. Der zweite Preis geht an Laura van 't Veer aus den Niederlanden und der dritte Preis an Ana Maiques aus Spanien. Der Preis, der zum zweiten Mal vergeben wird, ist mit 100.000 EUR für den ersten, 50.000 EUR für den zweiten und 25.000 EUR für den dritten Platz dotiert.

Obwohl der Anteil der Forscherinnen in Europa wächst, sind Frauen in wissenschaftlichen Disziplinen und Laufbahnen nach wie vor unterrepräsentiert. Gemäß dem von der Europäischen Kommission veröffentlichten Bericht „She Figures" sind lediglich 33 Prozent der europäischen Forscher, 20 Prozent der ordentlichen Professoren und 15,5 Prozent der Institutsleiter im Hochschulsektor Frauen. Auch sind durchschnittlich 30 Prozent der Unternehmer in der EU Frauen, doch sehen sie sich im Vergleich zu Männern oftmals größeren Schwierigkeiten ausgesetzt, wenn es darum geht, ein Unternehmen zu gründen und Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und Schulungen zu erhalten.

Hintergrund zu Saskia Biskup
Die Gewinnerin des ersten Preises, Saskia Biskup aus Deutschland, war 2009 Mitbegründerin der CeGaT GmbH. Sie ist außerdem Forschungsgruppenleiterin am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung der Universität Tübingen. Sie nimmt als Fachärztin für Humangenetik, Naturwissenschaftlerin und Bioinformatikerin eine Schnittstellenfunktion zwischen Diagnostik, Forschung und Klinik wahr.

Saskia Biskup hat als erste Veränderungen im LRRK2-Gen entdeckt, welches mit dem Parkinson-Syndrom in Verbindung gebracht wird. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Entwicklung neuer Biomarker zur Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen.

http://ec.europa.eu/women-innovators

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