Hans Wolfgang Spiess ist neuer Präsident der ISMAR

International Society of Magnetic Resonance

  • Prof. Hans Wolfgang Spiess ist neuer Präsident der ISMAR (International Society of Magnetic Resonance). Bild: PR MPI-P 2011Prof. Hans Wolfgang Spiess ist neuer Präsident der ISMAR (International Society of Magnetic Resonance). Bild: PR MPI-P 2011

Hans Wolfgang Spiess ist neuer Präsident der ISMAR (International Society of Magnetic Resonance). Professor Spiess vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz wurde in einer weltweit über das Internet durchgeführten Abstimmung von den ISMAR-Mitgliedern mit großer Mehrheit für die dreijährige Amtszeit gewählt und tritt damit die Nachfolge des neuseeländischen Physikers Paul Callaghan an. ISMAR ist die einzige internationale Wissenschaftsorganisation, die das bedeutende Gebiet der Magnetischen Resonanz in ihrer vollen inhaltlichen Breite vertritt: Elektronmagnetische Resonanz (EPR), Kernmagnetische Resonanz (NMR) und Magnetische Resonanz-Tomographie (MRT). Diese Methoden besitzen unter anderem hohe Bedeutung für die medizinische Diagnostik und die Materialforschung.

"Dieses Amt besitzt einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unserer Disziplin und bedeutet für mich gleichermaßen Ehre und Bürde", kommentiert Hans Wolfgang Spiess. Als Schwerpunktaufgaben seiner Amtszeit bei ISMAR nennt Spiess den Ausbau der Magnetischen Resonanz in den aufstrebenden Ländern Asiens und Südamerikas sowie die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: "Mir ist besonders wichtig, das große Potential der künftigen Forschergeneration zu fördern", formuliert Spiess sein Programm. "Dazu sind weltweite Vernetzung und unmittelbarer Austausch notwendig." Als erste Amtshandlung initiierte er eine ISMAR-Tagung junger argentinischer Kollegen, die im September 2011 in Cordoba stattfinden wird.


Hans Wolfgang Spiess
wurde 1984 als Direktor an das neugegründete Max-Planck-Institut für Polymerforschung berufen, wo er sich seither mit der Entwicklung neuer Methoden für die magnetische Resonanz zur Untersuchung der Struktur und Dynamik von supramolekularen Systemen beschäftigt.

Die von Spiess entwickelten Verfahren der magnetischen Resonanz-Spektroskopie spielen für die Erforschung und Entwicklung eben solcher supramolekularer Systeme eine herausragende Rolle. Spiess' Arbeiten gelten als anwendungsnah, fachübergreifend und wurden mit zahlreichen nationalen und internationalen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Leibniz-Preis, dem Ampere-Preis, der Liebig- und der Walther Nernst Denkmünze, dem Paul J. Flory-Forschungspreis und dem Zavoisky-Preis, sowie verschiedenen Ehrendoktorwürden ausländischer Universitäten.

http://www.mpip-mainz.mpg.de

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