HIV: Virus schützt sich in Markophagen vor den Angriffen des Immunsystems

Der HI-Virus schützt sich in Markophagen vor den Angriffen des Immunsystems. HI-Viren überdauern in Makrophagen - den Fresszellen des Immunsystems - und werden innerhalb dieser Zellen in weitere Organe sowie durch die Blut-Hirn-Schranke auch in das menschliche Gehirn und ins zentrale Nervensystem geschleust. Den Mechanismus, den das AIDS auslösende Virus für diese Persistenz verwendet, hat das Team um Dr. Michael Schindler am Institut für Virologie des Helmholtz Zentrums München jetzt beschrieben: Innerhalb eines Membransystems in den Makrophagen ist das Virus vor den Angriffen des Immunsystems geschützt.

Wie HIV der Immunantwort entgeht
„Unsere Erkenntnisse zeigen, wie Reservoirs gebildet werden, in denen das HI-Virus im menschlichen Körper überdauern kann. Dies ist eine weitere wichtige Erkenntnis im Kampf gegen die unheilbare Infektion mit dem AIDS-Erreger", erklärt Herwig Koppensteiner, Erstautor der Publikation. „Im nächsten Schritt werden wir mögliche therapeutische Angriffspunkte identifizieren, indem wir untersuchen, welche viralen und zellulären Proteine an der Persistenz beteiligt sind." Michael Schindler war im Oktober mit seiner Arbeitsgruppe vom Hamburger Heinrich-Pette-Institut ans Helmholtz Zentrum München gewechselt.

Hintergrund: Therapie-Ansätze gegen AIDS
Die HIV Infektion des Menschen kann durch antiretrovirale Medikamente unterdrückt, aber nicht geheilt werden. Ein Grund dafür ist, dass das Virus in zellulären Reservoirs überdauert. Nur durch ein besseres Verständnis wie zelluläre Reservoirs entstehen und wie HI-Viren der Immunantwort entkommen, kann eine Therapie mit dem Ziel die Infektion zu heilen, entwickelt werden.

Originalliteratur:
Koppensteiner H. et al (2011); Macrophage internal HIV-1 is protected from neutralizing antibodies; J. Virol. published ahead of print 28 December 2011 , doi:10.1128/JVI.05915-11

http://www.helmholtz-muenchen.de/

 

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