Krebsbekämpfung durch energiereiche Ionen

  • Prof. Dr. Leticia González (r.) und Dr. Marta Labuda „beobachten" am Rechner, was energiereiche Ionen mit Biomolekülen machen. Quelle: Peter Scheere/FSU  Prof. Dr. Leticia González (r.) und Dr. Marta Labuda „beobachten" am Rechner, was energiereiche Ionen mit Biomolekülen machen. Quelle: Peter Scheere/FSU

Energiereiche Ionen gegen Krebs. Ionisierende Strahlen besitzen so viel Energie, dass sie Elektronen aus Atomen „herausschlagen" und so Lebewesen und ihren Biomolekülen irreversibel Schaden zufügen, in deren Folge beispielsweise Krebs entstehen kann.

Was bei der Interaktion energiereicher Strahlung mit Biomolekülen passiert, untersuchen Chemiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Rahmen des Forschungsprojektes „ATTONEW", das von der Europäischen Kommission im Rahmen eines Marie Curie-Stipendiums gefördert wird. Es stellt sich zunehmend heraus, dass weniger die Strahlung selbst für die Schäden an den Biomolekülen verantwortlich ist, als vielmehr energiereiche Teilchen, die bei der Passage der Strahlung durch die Biomoleküle entstehen.

Deshalb beobachten Prof. Leticia González und ihr Team an der Universität Jena die Wechselwirkungen dieser Ionen mit den Biomolekülen in Echtzeit, um diese Prozesse besser zu verstehen. Ihre Erkenntnisse, so die Hoffnung der Chemiker, werden jedoch nicht nur wichtige Informationen für die theoretische und praktische Grundlagenforschung liefern.

Es ergeben sich daraus langfristig auch zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, da energiereiche Ionen nicht nur Schäden am Erbgut verursachen und dadurch schwere Krankheiten, wie Krebs, auslösen können. Genau diese Teilchen können auch dazu genutzt werden, Krebszellen und krankes Gewebe gezielt zu zerstören.

Mit ihrem aktuellen Projekt sollen die theoretischen Grundlagen für solche Therapien gelegt werden.

 

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