Krebsdiagnose im Fokus der Nanomed 2010

2.-3. Dezember 2010 in Berlin

  • Nanomed 2010 Konferenz in BerlinNanomed 2010 Konferenz in Berlin

Die Nanotechnologie-Netzwerke NanoBioNet und cc-NanoChem veranstalten am 2. und 3. Dezember 2010 in Berlin die 7. NanoMed Konferenz (7th International Conference on Biomedical Applications of Nanotechnology). Den Eröffnungsvortrag hält der Pionier der biomedizinischen Nanotechnologie, Mauro Ferrari von der University of Texas. Er umreißt das Leitthema der diesjährigen NanoMed: Nanotechnologie in der Krebsdiagnose und -therapie. Andreas Jordan von MagForce Nanotechnologies erläutert eine Thermotherapie von bösartigen Hirntumoren, so genannten Glioblastomen, für die die Firma gerade mit dem STEP Award ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wollen die Wissenschaftler u.a. eine „Nano-Nase" vorstellen, die flüchtige Biomarker einer Krebserkrankung „erschnüffeln" soll. Dies soll eine Früherkennung bösartiger Tumore erleichtern. Ebenfalls werden Fragen der Toxizität oder der Sicherheit von Nanomaterialien auf der NanoMed behandelt. Ein weiterer Komplex will der Frage auf den Grund gehen: Kann man mit Hilfe der Nanotechnologie Knochen, Knorpel oder Sehnen neu wachsen lassen?

Nano-Know-how „made in Saarland"
Wissenschaftler saarländischer Forschungseinrichtungen tragen nicht unwesentlich zur thematischen Ausrichtung der Konferenz bei: So wird Matthias Hannig vom Uniklinikum Homburg über nanotechnologische Anwendungen in der Zahnerhaltung referieren, Michael Veith vom Saarbrücker Leibniz-Insitut für Neue Materialien stellt neueste Forschungsresultate über nanostrukturierte Oberflächen und deren Anwendungen in den Life Sciences vor und nicht zuletzt wird Claus-Michael Lehr von der Universtät des Saarlandes über so genannten Drug-Delivery-Systeme sprechen. Diese bilden einen thematischen Schwerpunkt der Konferenz: Dabei handelt es sich um Medikamente und Verfahren, bei denen Wirkstoffe zielgenau und wohldosiert direkt am Krankheitsherd freigesetzt werden. Nanopartikel sollen z. B. die pharmazeutisch wirksamen Substanzen „huckepack tragen", biologische Barrieren überwinden und erst am Ziel ihre „Fracht abladen".

Damit sollen neue Perspektiven einer schonenderen und personalisierten Medikation von Patienten eröffnet werden.

http://www.nanobionet.de

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