Life Sciences im Verein Deutscher Ingenieure

Trends bei der Biologischen Sicherheit und im Gentechnikrecht

Die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences veranstaltet am 27. Februar 2013 in der VDIHauptgeschäftsstelle in Düsseldorf zum dritten Mal ein Expertenforum zur Biologischen Sicherheit (BBS) in Industrie, Großforschung und Hochschule. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen sowohl rechtliche Grundlagen und deren Auslegung als auch Neuerungen in der Technik und Methodik.

Die Veranstaltung richtet sich an Biologen, Chemiker, Mediziner und Ingenieure, die als Projektleiter gentechnischer Arbeiten und als Beauftragte für die Biologische Sicherheit nach §15 GenTSV in Forschung und Industrie bestellt sind. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, sich über neue Entwicklungen und technische Standards sowie über Änderungen ihrer Rechte und Pflichten zu informieren. Das Expertenforum soll darüber hinaus die Gelegenheit geben, Alltagsfragen bei der Organisation und beim Betrieb gentechnischer Anlagen zu diskutieren. Den Teilnehmern wird eine Plattform zur „Auffrischung“ der erworbenen Sachkunde geboten. Als Beispiel aus der Praxis wird der Laborneubau des Robert Koch-Instituts in Berlin vorgestellt.

Weitere Informationen, das Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.vdi.de/biotechnologie.

Digitale Prozessketten in der industriellen Medizintechnik
Die Digitalisierung durchdringt alle Technologiebereiche in der Medizintechnik. Insbesondere durch informationstechnische Datenerfassungsund Planungssysteme, wie durch programmierbare Steuerungen von Anlagen und Geräten, sind völlig neuartige Arbeitsprozesse entstanden. Diese technischen Möglichkeiten können inzwischen auch für die Fertigung individualisierter Medizinprodukte eingesetzt werden.

Die Vorteile dieser Herstellungsprozesse, aber auch ihre Nachteile in Bezug auf bisher handwerklich ausgeführte Tätigkeiten werden am 24. April 2013 im Maritim-Hotel Düsseldorf-Flughafen in dem VDI-Expertenforum an Beispielen aus den Bereichen Dentaltechnik, Kardiovaskuläre Technik und Prothetik thematisiert.

Dentaltechnik
Heute werden im Dentalbereich patientenindividuelle CAD-Daten gescannt, tomografisch erfasst und deren Bewegung aufgezeichnet.

Das patientenindividuelle 4D-Modell ist heute virtuell verfügbar. Damit lässt sich präziser Zahnersatz ohne Korrekturen im Mund des Patienten mit neuen Fertigungstechnologien herstellen. Der Wandel in der Dentaltechnik vom zahntechnischen Handwerk mit seinen zahlreichen fehlerträchtigen Schnittstellen hin zur integrierten digitalen Versorgungskette hat begonnen und wird im Gesundheitswesen zunehmend thematisiert.

Kardiovaskuläre Technik
Die individualisierte Fertigung von kardiovaskulären Implantaten ist ein noch recht junges Forschungs- und Entwicklungsfeld. Die zunehmend präziseren Bildgebungsverfahren (Ultraschall, Computer- und Kernspinntomographie) erlauben es heute schon, einen hervorragenden Einblick in die individuelle Anatomie und Pathologie des Patienten zu geben. Die aktuellen Fertigungsverfahren hinken dieser exakten Bildgebung jedoch noch hinterher. Die Entwicklung digitaler Prozessketten von der Bildgebung bis zum individualisierten Implantat sind somit auch für den kardiovaskulären Bereich eine zukunftsweisende Technologie zur Kostenreduktion und Steigerung der Patientensicherheit.

Prothetik
Sowohl in der Endoprothetik als auch in der Versorgung von Amputierten mit Prothesen (Exoprothetik) finden digitalisierte Prozessketten Anwendung. Orthopädische Implantate werden z. B. nach Tumorresektionen im Beckenbereich individuell auf CT-Planungsdaten basierend konstruiert und hergestellt. Amputierte benötigen einen Prothesenschaft, der den Stumpf mit den Prothesenkomponenten verbindet. Dieser Schaft kann heute basierend auf digitalen Planungsdaten industriell als Prototyp gefertigt werden. Die Vorträge zur Einführung digitaler Prozessketten in der Prothetik gehen auf diese Anwendungen näher ein.

Weitere Informationen, das Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.vdi.de/medizintechnik

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