Life Sciences im Verein Deutscher Ingenieure: November 2014

  • Dipl.-Ing. Achim Noack (Mitte) wird von dem Vorsitzenden der VDI-GVC, Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen (re.), und der VDI-GVC-Geschäftsführerin, Dr. Ljuba Woppowa (li.), geehrt. (Quelle: Dechema e.V./ Eventbildservice/ Mika Volkmann)Dipl.-Ing. Achim Noack (Mitte) wird von dem Vorsitzenden der VDI-GVC, Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen (re.), und der VDI-GVC-Geschäftsführerin, Dr. Ljuba Woppowa (li.), geehrt. (Quelle: Dechema e.V./ Eventbildservice/ Mika Volkmann)

Leitfaden zum hygienischen Verarbeiten von Getränken
Hygienemängel beim Herstellen und Abfüllen von Getränken haben schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Verbraucher. Daher müssen Betriebe hygienisch sicher sein. Um das zu gewährleisten, gibt die Richtlinienreihe VDI 4066 Handlungsanleitungen für Planung, Errichtung und Betrieb von Abfüllanlagen vor.

Die Richtlinie VDI 4066 Blatt 2: „Hygieneschulungen" geht auf die Qualifikation des Schulungspersonals ein. Sie definiert die Rahmenbedingungen für die Durchführung mit abschließender Prüfung. Die erworbenen Kenntnisse der Kategorie A sind erforderlich für alle, die solche Anlagen planen und für sie verantwortlich sind. Die Kenntnisse der Kategorie B sind Voraussetzung für errichtende, bedienende und instand haltende Tätigkeiten.
Die Richtlinie VDI 4066 Blatt 3: „Hygieneanforderungen an die Herstellung und aseptische Abfüllung von Getränken; Hinweise zu mikrobiologischen Funktionsprüfungen" benennt Faktoren, die das Ergebnis von Entkeimungstests beeinflussen. Sie sind relevant für Entkeimungstests der Oberfläche des Packmittels und im Sterilbereich der Abfüllmaschine. Die Richtlinie gibt Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Tests. Sie ist gültig in Verbindung mit der Richtlinie VDI 4066 Blatt 1, das die Grundlagen und Auslegungskriterien solcher Anlagen beschreibt.

Die Richtlinie VDI 4066 Blatt 4: „Hygieneanforderungen an die Herstellung und rekontaminationsfreie Abfüllung von Molkereiprodukten" ist eine Anleitung für Planung, Errichtung und Betrieb von Anlagen zur hygienisch sicheren Verarbeitung. Sie gibt Anweisungen zur reinfektionsfreien Abfüllung von Milch- und Molkereiprodukten. Die Richtlinie formuliert Hygieneanforderungen für Abfüllanlagen und deren Peripherie, die rekontaminationsfrei in vorentkeimte bzw. in der Anlage keimfrei produzierte Packmittel füllen und verschließen. Die Richtlinie enthält zusätzlich zu beachtende Kriterien für Abfüllung und Inbetriebnahme, Prüfpläne für die mikrobiologische Abnahme sowie ein Beispiel einer mikrobiologischen Gefährdungsanalyse.

Onlinebestellungen sind unter www.vdi.de/4066 oder unter www.beuth.de möglich.

Verdienste für Chemie und Verfahrenstechnik gewürdigt
Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) hat Dipl.-Ing.

Achim Noack im Rahmen der ProcessNet-Jahrestagung 2014 in Aachen mit der VDI-Ehrenmedaille ausgezeichnet.

Er erhält die Auszeichnung mit Dank und in Würdigung seiner Arbeiten und Erfolge in der Chemie und Verfahrenstechnik, insbesondere für seine Initiative zur Unterstützung der Betriebsingenieure in Deutschland. Er hat früh und weitsichtig erkannt, welche Bedeutung die Ingenieure in der chemischen Produktion für den Industriestandort Deutschland haben und wie wichtig zuverlässige und sichere Produktionsanlagen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich sind. Nach der Gründung eines eigenen VDI-Fachbereichs haben nun auch die Betriebsingenieure in Deutschland eine fachliche Heimat gefunden.

Herr Noack hat die VDI-GVC und Processnet maßgeblich mitgestaltet und zum Erfolg geführt. Durch sein großes ehrenamtliches Engagement ist es ihm gelungen, die Interessen und Belange von Industrie und Forschung zusammenzuführen und den Produktionsstandort Deutschland nachhaltig zu fördern.
Achim Noack, gebürtiger Hamburger, hat an der TU Dortmund studiert und dort sein Diplom als Ingenieur der Chemietechnik abgelegt. In seiner beruflichen Laufbahn hatte er verschiedene leitende Positionen in der Bayer AG inne. Bis Ende 2013 war er Vorstandsmitglied der Bayer Cropscience AG. Trotz der damit verbundenen Arbeitsbelastung und Verantwortung hatte er den Vorsitz der VDI-GVC von 2007 bis 2013 inne und diesen mit Leben und Inhalten gefüllt.

Weitere Beiträge zum Thema: www.git-labor.de/category/tags/vdi
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