Maßgeschneiderte Lichtquellen

Start-up der Universität Freiburg erhält den „CyberOne Hightech Award“

  • (Quelle: opto biolabs)(Quelle: opto biolabs)

Licht an für die Optogenetik: Die Forscherinnen und Forscher im Start-up „opto biolabs“, einer Ausgründung der Universität Freiburg, stellen maßgeschneiderte Lichtquellen für die biologische und medizinische Forschung her. Das Team um Dr. Kathrin Brenker erfand eine Methode, mit der die Kommunikation innerhalb einer Zelle durch Lichtsignale manipuliert werden kann. Dafür wurde das Start-up nun mit dem „CyberOne Hightech Award Baden-Württemberg“ ausgezeichnet.

Der durch Landesmittel und Sponsorengelder finanzierte Wettbewerb wird von Connected e.V., dem Netzwerk der Hightech-Branchen in Baden-Württemberg ausgeschrieben. Jährlich erhalten drei zukunftsweisende Geschäftskonzepte technologieorientierter Start-ups und Unternehmen den „CyberOne Higthech Award“, der in diesem Jahr von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, überreicht wurde. Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Zusammen mit dem Physiker Dr. Dirk Riemann und dem Wirtschaftswissenschaftler Raphael Holubarsch will Brenker in „opto biolabs“ die Bereiche Durchflusszytometrie und Optogenetik zusammenführen: Die Durchflusszytometrie ist ein Messverfahren in der Biologie, das es erlaubt, die Eigenschaften von Tausenden Zellen in Sekunden zu bestimmen. Optogenetik ist eine Methode, mit der die Kommunikation innerhalb einer Zelle durch Lichtsignale manipuliert werden kann. Die Kommunikation ist wesentlich für die korrekte Funktionsweise des menschlichen Körpers und beispielsweise bei Autoimmun-, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen gestört. Um effektive Behandlungstherapien entwickeln zu können, versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, diese Kommunikationsnetzwerke mithilfe der Optogenetik genau zu verstehen. Bislang jedoch gibt es dafür kaum geeignete Belichtungsapparaturen.

Das Freiburger Start-up stellt deshalb den „pxONE“ her, den Brenker im Rahmen ihrer Doktorarbeit entwickelt hat. Dieser ist ein spezialisierter Aufsatz, um optogenetische Effekte innerhalb einer Zelle mithilfe eines Durchflusszytometers effizient analysieren zu können. Die Freiburger Biologin freut sich über die Auszeichnung: „Der Award und das damit verbundene Preisgeld helfen uns sehr, um unsere Entwicklungsarbeiten voranzutreiben und den ‚pxONE’ zu vermarkten.“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie förderte Brenkers Idee mit einem EXIST-Gründerstipendium. Das Team des Gründerbüros der Albert-Ludwigs-Universität, das Wissenschaftler mit zukunftsträchtigen Ideen berät, stand dem Start-up zur Seite.

Weitere Informationen:

Presse Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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