Melanoidine aus Kaffee hemmen Krebsenzym

Melanoidine aus Kaffee hemmen Krebsenzym: Je länger und heißer die Röstung, desto dunkler der Röstkaffee. Die Farbstoffe, die bei dieser Röstung entstehen, heißen Melanoidine. Wissenschaftler am Institut für Lebensmittelchemie der TU Dresden erforschen unter der Leitung von Prof. Thomas Henle die physiologische Wirkung dieser hochkomplexen Moleküle. Die Stipendiatin Letitia de Marco nahm sich des Themas im Rahmen ihrer Promotion an. Sie hat untersucht, welche zinkhaltigen Enzyme durch die Melanoidine des Kaffees gehemmt werden. Im Rahmen einer von ihr betreuten Diplomarbeit stellte sich heraus, dass es spezifische strukturelle Aspekte gibt, die die Melanoidine des Kaffees nur mit ganz bestimmten zinkhaltigen Enzymen reagieren lassen – eines davon wird durch schädliche Tumore überproportional produziert. Zum ersten Mal hat sie so zumindest im Reagenzglas nachweisen können, dass die Melanoidine, die im Kaffee enthalten sind, als spezifische Hemmstoffe für einzelne Matrix-Metalloproteasen (MMPs) fungieren können. Der nächste Schritt der Forscherin wird sein, herauszufinden, ob sich die MMPs auch in lebenden Zellkulturen hemmen lassen. Dann könnte Kaffee nämlich wirklich auf eine ganz neue Art in den Fokus der Mediziner geraten: als therapiebegleitendes Heilmittel.

www.tu-dresden.de

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.