ORFeome Collaboration stellt Sammlung menschlicher Gene zur Verfügung

  • Baukasten menschlicher Proteine im Einsatz: Die Färbung von bestimmten Proteinen zeigt hier unkontrolliertes Wachstum von Zellen aus der Brustdrüse, eine Ursache für Krebserkrankungen der Brust.  (Brustzellen in 3D Zellkultur gewachsen. Foto: Aleksandra Balwierz, Abteilung Molekulare Genomanalyse, DKFZ, Heidelberg)Baukasten menschlicher Proteine im Einsatz: Die Färbung von bestimmten Proteinen zeigt hier unkontrolliertes Wachstum von Zellen aus der Brustdrüse, eine Ursache für Krebserkrankungen der Brust. (Brustzellen in 3D Zellkultur gewachsen. Foto: Aleksandra Balwierz, Abteilung Molekulare Genomanalyse, DKFZ, Heidelberg)

Die ORFeome Collaboration (OC), in der 13 internationale akademische und kommerzielle Arbeitsgruppen kooperieren, hat die nach eigenen Angaben weltweit größte öffentlich verfügbare Sammlung menschlicher Gene bereitgestellt. Diese Sammlung umfasse 17.154 der insgesamt knapp 20.000 menschlichen Gene, die eine Bauanleitung für ein Protein enthalten und decke somit 80% der betreffenden Gene ab.

Die einzelnen Bauanleitungen würden so bereitgehalten, dass die verschlüsselten Proteine einfach und präzise in einer großen Vielfalt von biologischen Systemen wie E. coli, Hefe und Säugetierzellen hergestellt und untersucht werden könnten. Alle wichtigen funktionellen Kategorien humaner Gene (z.B. Proteine des Stoffwechsels, Rezeptoren oder Transkriptionsfaktoren, die Gene aktivieren) sollen in der Sammlung vertreten sein.

Das im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) geförderte Deutsche cDNA Konsortium, das von Prof. Stefan Wiemann, Forscher am Heidelberger DKFZ, geleitet wurde, brachte mehr als 3.000 Gene in die OC ein. Die Abteilung um Wiemann führt zudem alle bioinformatischen Analysen durch, die den Nutzern zeigen, welche Klone sich am besten für ihre jeweiligen Fragestellungen eignen. Die Forschergruppe aktualisiert diese bioinformatischen Analysen regelmäßig und macht diese über die Datenbank des Projekts (http://www.orfeomecollaboration.org), auf die Wissenschaftler weltweit uneingeschränkt Zugang haben, öffentlich zugänglich.

Originalpublikation:
Wiemann et al., The ORFeome Collaboration: A genome-scale human ORF-clone resource, Nat. Methods 13, 191-192 (2016) – DOI: 10.1038/nmeth.3776

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