Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln

  • Glyphosat in der Obstkultur, © MnolfGlyphosat in der Obstkultur, © Mnolf

Im Jahr 2014 stieg die Quote der Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen bei deutschen Erzeugnissen auf 1,9 % (2013: 1,1 %), was einer Steigerung um 72% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das berichtet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2014“

Besonders betroffen sind natürlich Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs, wie Obst und Gemüse. Bei diesen Produkten liegt der Anteil an Proben, die die Grenzwerte überschreiten, bei 2,6%. Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen (zwischen 32% bei Pitahaya und 0). Im Jahr 2014 wurde Kürbis verstärkt kontrolliert. Dabei wurden unerwartet viele Grenzwertüberschreitungen (5,2 %) festgestellt, obwohl zuvor kaum Rückstände über den Höchstgehalten gefunden wurden. Verbessert hat sich die Situation bei frischen Kräutern. Die Überschreitungsquote lagen hier mit 6,4 % noch nie so niedrig (2012:12,1%;  2013: 8,1%).

Es wurden bei der Untersuchung von 19.500 Lebensmittelproben über 5,8 Mio. Analyseergebnissen generiert. Der Anstieg der Verunreinigungen gegenüber dem Vorjahr geht einher mit der in diesem Jahr erstmals verstärkten Untersuchung von Phosphonsäure, einem Abbauprodukt von Glyphosat, des am häufigsten eingesetzten Herbizids überhaupt, aber auch aus anderen Eintragsquellen, wie durch die Anwendung von phosphonathaltigen Düngern auftreten können.

Bei Erzeugnissen aus anderen EU-Mitgliedstaaten wurden in 1,3 % der Proben Überschreitungen festgestellt, bei Erzeugnissen aus Drittländern in 5,8 % der Proben. Diese Werte liegen auf dem Niveau der Vorjahre. Erstmals wurden 2014 in 4,4 % von 458 Proben von Säuglings- und Kleinkindernahrung der Stoff Phosphonsäure oberhalb des Grenzwerts gefunden.

2014 war Bioware weniger mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet als konventionell hergestellte Ware (1,6 % Überschreitungen gegenüber durchschnittlich 2,5 % bei konventioneller Ware aller Herkünfte).

Zusammenfassung des Berichts

Vollständiger Bericht

Berichte der Vorjahre

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