Promotionsstipendium der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

Die im Juli 2014 gegründete Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ermöglicht Studentinnen und Studenten sowie Absolventinnen und Absolventen deutscher Hochschulen und Universitäten erstmals ein Promotionsstipendium. Dabei richtet sich die Wissenschaftsförderung nicht nur an Medizinerinnen und Mediziner; auch Akademikerinnen und Akademiker anderer Fachrichtungen, die zum Themenkomplex "Krebs bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 39 Jahre" forschen, können ihre Promotionsprojekte bis Ende Juni 2015 bei der bundesweit tätigen Stiftung einreichen. "Bewerbungen von Soziologen, Kommunikations-, Kulturwissenschaftlern oder Juristen sind ebenfalls willkommen", betont Prof. Mathias Freund, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. "Wichtig ist uns ein enger inhaltlicher Bezug zum Thema", ergänzt Michael Oldenburg, Vorstand der Stiftung. Ein externes wissenschaftliches Gremium von Expertinnen und Experten wird die Bewerbungen begutachten. Anfang Oktober findet die Vergabe des Stipendiums durch Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung statt.

Dem Stiftungszweck zur Förderung von Wissenschaft und Forschung für junge Erwachsene mit Krebs entsprechend werden die Doktorandinnen und Doktoranden in ihrer Arbeit zunächst für ein Jahr unterstützt. Sie erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 800 Euro und einen Sachkostenzuschuss von 400 Euro für den Erwerb von Fachliteratur oder für Reisen zu wissenschaftlichen Kongressen. "Mit dem Promotionsstipendium möchten wir unserem wissenschaftlichen Nachwuchs die Chance geben, neue Kenntnisse auf dem Gebiet der Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen zu generieren. Wichtig ist, dass dieses Wissen mittel- und langfristig unseren jungen Patientinnen und Patienten zu Gute kommt", erklärt Freund.

Weitere Projekte der Stiftung sind bereits in Vorbereitung. Dazu gehören ein Beratungsportal zu Fragen rund um den Bereich "Job und Geld" und ein Forschungsprojekt an einer Universitätsklinik in Nordrhein-Westfalen zur Nachsorge und langfristigen Betreuung von jungen Erwachsenen mit Krebs.

Junge Erwachsene mit Krebs benötigen eine spezielle medizinische Behandlung und psychosoziale Versorgung. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs will die Therapiemöglichkeiten junger krebskranker Frauen und Männer verbessern.

Zudem widmet sie sich dem Aufbau von Versorgungstrukturen, mit denen spezifische Probleme dieser Patientengruppe besser adressiert werden können. "Etwa 15.000 aller neu diagnostizierten Krebspatientinnen und -patienten sind zwischen 18 und 39 Jahre alt. Unsere jungen Patientinnen und Patienten, die unter anderem gerade am Beginn ihres Berufslebens oder ihrer Familienplanung stehen, benötigen sowohl in der Behandlung als auch in der Nachsorge unsere besondere Aufmerksamkeit", betont Oldenburg. "All die Projekte für junge Erwachsene mit Krebs, die wir uns vorgenommen haben, können wir nur mit einem ausreichenden Spendenaufkommen realisieren", macht Freund deutlich. "Dabei haben wir ein Ziel: Krebs erforschen und Zukunft spenden."

Die Förderrichtlinien und weitere Informationen zum neuen Promotionsstipendium der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs finden Sie auf der Stiftungs-Website https://www.junge-erwachsene-mit-krebs.de/.

 

 

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