SALSA: Start der Promovierenden-Förderung für fächerübergreifende Forschung

Schwerpunkt der Graduiertenschule School of Analytical Sciences Adlershof (SALSA) ist es multidisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen und die Forschungsmöglichkeiten in den Analytischen Wissenschaften zu verbessern - da komplexe Zusammenhänge in den Naturwissenschaften zu erklären heute oft nur durch fachübergreifende Forschung gelingt. Zentrales Element ist auch ein Lehrprogramm für ein problemorientiertes und fallbasiertes Lernen. „Wer nicht schon früh lernt, über den Tellerrand zu schauen, tut sich auch später schwer", sagt Prof. Ulrich Panne vom Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

Noch bis zum 14. Dezember 2012 können sich Interessierte online bewerben, die an der neuen Graduiertenschule promovieren möchten. Gesucht werden 15 Doktorandinnen und Doktoranden aus Chemie, Biologie, Physik, Pharmazie und verwandten Disziplinen: „Wir möchten mit unserer neuen Graduiertenschule die Analytischen Wissenschaften stärken", sagt Prof. Janina Kneipp, die bis vor kurzem an der BAM und jetzt an der HU lehrt und forscht. Janina Kneipp und Ulrich Panne sind Sprecher von SALSA. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird seine Arbeit zum 1. April 2013 aufnehmen. Geforscht wird dann auf zwei Hauptebenen vor allem über biomolekulare Untersuchungen in komplexen Umgebungen und über die Analyse von Strukturen und Netzwerken in Materialien.

Im biologischen Umfeld sollen neue Sonden für die Analyse innerhalb von Zellen und Geweben entwickelt werden. Ein weiteres Ziel ist die Erforschung von lokalisierten Oberflächen-Plasmonen für biologische Anwendungen. Plasmonen sind dichte Wellen von Elektronen, die dadurch entstehen, dass Licht unter ganz bestimmten Bedingungen auf die Oberfläche von Metallen trifft. Unter Ausnutzung von Plasmonen kann man beispielsweise Moleküle empfindlich detektieren und charakterisieren. Im zweiten Kerngebiet von SALSA, der Analyse von Strukturen und Netzwerken, geht es unter anderem um die internen Grenzflächen innerhalb von Verbundwerkstoffen. In wieder anderen Projekten möchte man Reaktionen an Oberflä¬chen genau dort untersuchen, wo sie auch auftreten.

SALSA wurde von der HU im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder realisiert, indem sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Analytischen und Physi¬kalischen Chemie, Biologie, Physik, Statistik, Modellierung und Didaktik zusammengeschlossen haben.

Neben der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sind das Helmholtz Zentrum Berlin, das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften und das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung beteiligte außeruniversitäre Partner. Weitere wichtige Kooperationspartner sind die Universität Potsdam, die Technische Universität Berlin und die die Eidgenössisch-Technische Hochschule Zürich. Um die Vernet¬zung und Zusammenarbeit im Rahmen von SALSA zu stärken, wird es auch eine gemein¬same S-Juniorprofessur von der BAM und der Universität Potsdam geben. SALSA ist Teil der „Analytic City Adlershof", in der außeruniversitäre, universitäre und unternehmerische Ansätze am Standort Berlin-Adlershof gebündelt werden.

Bewerbungen sind online über die Webseite www.analytical-sciences.de möglich.

 

 

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