Stromazellen prägen Immunantwort

  • Immunfluoreszenzaufnahme ­eines Lymphknotens: Stromazellen grün, Immunzellen rot ­gefärbt.Immunfluoreszenzaufnahme ­eines Lymphknotens: Stromazellen grün, Immunzellen rot ­gefärbt.

Stromazellen prägen Immunantwort. Viele Krankheitserreger nutzen den Darm als Eintrittspforte, um in den Körper zu ­gelangen und Erkrankungen auszulösen.

Um sich gegen diese ­Pathogene zu schützen, ist es wichtig, dass das Immunsystem T-Zellen ­gezielt in den Darm lenkt. Diese Abwehrzellen werden mit molekularen ­Adresscodes ausgestattet, die es den ­T-Zellen erlauben, in bestimmte Gewebe einzuwandern. Um in den Darm zu gelangen, müssen die Zellen zwei Moleküle bilden können: den Chemokinrezeptor CCR9 in Verbindung mit dem alpha4beta7-Integrin.

Nur dann können sie dort ihre Funktion ausüben und Krankheitserreger bekämpfen. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben gezeigt, dass die Gerüstzellen der Lymphknoten des Darms einen wichtigen Beitrag in diesem Prozess leisten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass in den Darm-Lymphknoten nicht-­hämatopoietische Stromazellen - also Zellen, die das Gerüst des Lymphknotens bilden und nicht dem Immunsystem zugeordnet werden - in der Lage sind, den Vitamin A-Metaboliten Retinsäure zu produzieren. Retinsäure regt wiederum die ­T-Zellen an, CCR9 und alpha4beta7-Integrin zu bilden.

Dank dieser Moleküle können sie in das Darmgewebe eindringen und dort Krankheitserreger unschädlich machen. Die Grundlage dieser Arbeiten bilden zwei innovative experimentelle Ansätze: die Transplantationen von Lymphknoten sowie die direkte Injektion von Zellen in die darmableitenden Lymphgefäße. 

Diese Methoden erlaubten es Swantje Hammerschmidt in der Arbeitsgruppe von PD Dr. Oliver Pabst, in Mäusen die Funktion von Stromazellen eines Lymphknotens entkoppelt von der Funktion der Immunzellen zu untersuchen.

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