Und Einstein hatte doch recht! CERN räumt mögliche Messfehler ein

  • Das Target des CNGS (CERN Neutrinos to Gran Sasso), in dem die Neutrinos erzeugt und auf die Reise nach Italien geschickt werden. Bild: Maximilien Brice,CERN   Das Target des CNGS (CERN Neutrinos to Gran Sasso), in dem die Neutrinos erzeugt und auf die Reise nach Italien geschickt werden. Bild: Maximilien Brice,CERN

Es war eine Nachricht, die die geltende Physik auf den Kopf stellen sollte: "Neutrinos sind schneller als mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs!" Zu diesem erstaunlichen Ergebniss kam im September 2011 ein internationales Forscherteam um Prof. Antonio Ereditato (Universität Bern) im Rahmen des sogenannten "OPERA-Experiments". Doch anscheinend ist an Einsteins Relativitätstheorie doch nicht so leicht zu rütteln, denn beim damaligen Neutrino-Experiment am CERN sind den Wissenschaftlern Messfehler unterlaufen.

Das CERN teilte gestern (23.2.2012) offiziell mit, dass zwei mögliche Fehlerquellen identifiziert wurden, die einen Effekt auf die Zeitmessung beim Neutrino-Experiment gehabt haben könnten. Ein möglicher Fehler könne bei einem Oszillator liegen, der Zeitstempel für die GPS-Synchronisation liefert. Zudem soll eine Glasfaserverbindung, die das GPS-Signal an die OPERA-Uhr weiterleitet, nicht richtig funktioniert haben.
Interessanter Weise haben diese möglichen Fehlerquellen entgegengesetzte Auswirkungen auf die Messergebnisse - während die eine den gemessenen Effekt verringert, würde die andere ihn sogar verstärken. Es sind also definitiv weitere Experimente notwendig, die im Mai durchgeführt werden sollen.

http://www.cern.ch/

 

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