Vorhersage der Wahrscheinlichkeit für Wiederauftritt von Mundhöhlenkrebs

Jährlich sterben viele Menschen in Deutschland an den Folgen von Mundhöhlenkrebs. Die Erkrankung ist vor allem deshalb so unberechenbar, da sie häufig nach der Entfernung des Haupttumors wieder ausbricht.

Im EU-Projekt OraMod ist ein Softwaresystem entwickelt worden, das Ärzten anhand von Patientendaten hilft, die Wiederauftrittswahrscheinlichkeit von Mundhöhlenkrebs genauer und schneller vorherzusagen. Das Fraunhofer IGD steuerte einen Teil der Softwarelösung für das System bei. „Unsere Lösung hilft dem Arzt durch halbautomatische Ansätze, den Tumor auf den Untersuchungsbildern genau hervorzuheben“, so Dr. Stefan Wesarg vom Fraunhofer IGD. „Mit unserer Software kann der Arzt die relevanten Bereiche im Mundraum genau analysieren.“ Auf diese Weise entgingen dem Arzt auch kleinste Veränderungen in der Mundhöhle nicht. Dies ermögliche Vergleiche mit bekannten Krankheitsverläufen und soll in Zukunft zuverlässige Prognosen für den Patienten erlauben.

Wesarg und seine Forscher-Kollegen wollen damit Patienten und Ärzte in die Lage versetzen, auf einer guten Grundlage die weitere Behandlung zu planen.

Im Moment wird OraMod im klinischen Einsatz in den Universitätskliniken von Amsterdam, Düsseldorf und Parma getestet. Neben dem Fraunhofer IGD, das für die bilddatenbezogenen Teil der Softwareentwicklung zuständig war, gehören sieben weitere Partner zum Forschungskonsortium: die Universität Parma (Validierung), die VU University Amsterdam (Modellerstellung, Validierung), STMicroelectronics (Hardware), OneToNet (Kommunikationsprotokolle), die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Validierung), das VTT Technical Research Centre of Finland (Validierung) sowie Velti Kainotomes Epixeiriseisae Olokliromenon Liseon Pliroforikis (User Experience).

Weitere Informationen:
https://www.igd.fraunhofer.de
http://www.oramod.eu

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