Weltweiter Austausch von Geodaten zu Klimawandel und Treibhauseffekt

An der TU Dresden entsteht zurzeit das erste System zum weltweiten Austausch von wissenschaftlichen Modellen und Simulationen des Klimawandels, den Auswirkungen von Treibhausgasemmisionen und dem ökonomischen Einsatz von Ressourcen. Damit können Forscher weltweit nach wissenschaftlichen Geodaten suchen und daraus neue Erkenntnisse gewinnen. Der Vorteil: Daten aus unterschiedlichen Studien sollen in dem System vereinheitlicht und recherchierbar bereitgestellt werden und somit die Suche nach Daten zu neuen Fragestellungen effektiver werden. „Unterschiedliche internationale Studien und ihre Ergebnisse werden so transparent und vergleichbar", sagt Lars Bernhard, Professor für Geoinformationssysteme an der TU Dresden. So können zum Beispiel Aussagen gemacht werden, wie sich die Landnutzung und der landwirtschaftliche Ertrag verändern, wenn gleichzeitig die Temperatur auf der Erde steigt.

Das System ist Teil des Projekts GLUES zum globalen Austausch von Daten über landwirtschaftliche Veränderungen durch den Klimawandel und den Treibhauseffekt. Die Dresdner sind damit Teil des Programms „Nachhaltiges Landnutzungsmanagement" (LAMA). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert darin zehn internationale Forschungsgruppen, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen und Daten sammeln. Die sollen mit dem System der Dresdner aufbereitet werden. Die Professur für Geoinformationssysteme hat dafür vom BMBF 500.000 Euro Drittmittel eingeworben. In den nächsten vier Jahren arbeiten drei Mitarbeiter der Professur an der Geodateninfrastruktur (GDI). Koordiniert wird die Arbeit vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig.

http://tu-dresden.de

 

GIT Webtipp:
Podcasts des BMBF zum Thema „Nachhaltiges Landmanagement"
Interviews mit Prof.

Dr. Ralf Seppelt (UFZ Leipzig), Prof. Dr. Klaus Müller (ZALF Müncheberg) und Prof. Dr. Rainer Danielzyk (ILS Dortmund)

 

 

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