Wirtschaftliche Technologie zur Kultivierung von Mikroalgen

Die wirtschaftliche Nutzung von Mikroalgen in der industriellen Biotechnologie scheitert bisher vor allem an zu hohen Produktionskosten durch die etablierten Verfahren. Ein Team um den Algenforscher Prof. Michael Melkonian von der Universität zu Köln stellte nun eine innovative Technologie vor, welche die Herstellung von Produkten aus Mikroalgen wirtschaftlich deutlich attraktiver machen könnte.

Eine Grundlage hierzu bilden langjährige Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Photobioreaktoren, die Lichtenergie durch Photosynthese in Biomasse umwandeln. Der sogenannte „Porous Substrate Bioreactor“ (PSBR), auch als Twin-Layer System bekannt, nutzt ein neuartiges Prinzip zur Trennung von Algen und flüssigem Nährmedium durch eine poröse Reaktoroberfläche, auf der die Mikroalgen in Biofilmen festgehalten werden. Das Besondere an diesem neuen Verfahren, so die Wissenschaftler, ist die dadurch bedingte, bis zu hundertfache Verringerung der im Prozess benötigten Flüssigkeitsmengen gegenüber einer Kultivierung in Suspensionen.

Durch das PSBR-Verfahren könnten somit Energie und Ressourcen eingespart und das Portfolio an kultivierbaren Algen signifikant erweitert werden.

Originalpublikation:
B. Podola, T. Li, M. Melkonian, Porous substrate bioreactors – a paradigm shift in microalgal biotechnology? Trends Biotechnol., online publiziert am 12. Juli 2016 – DOI: 10.1016/j.tibtech.2016.06.004

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