Wissenschaftsforum Chemie 2011 in Bremen eröffnet

In feierlichem Rahmen wurde heute (4. September 2011) das Wissenschaftsforum Chemie 2011 in Bremen eröffnet, zu dem sich rund 1600 Chemiker aus Deutschland und Europa angemeldet haben. „Chemie schafft Zukunft" lautet das Motto des „WiFO" im Internationalen Jahr der Chemie 2011 und so befassen sich zahlreiche Vorträge mit Grundlagen- und Anwendungsforschung zu den Themen Energie, Mobilität, Wasser und Nachhaltigkeit. Wir werden in den kommenden Tagen weiter live aus Bremen für Sie darüber berichten.

Internationale Zusammenarbeit stärken
„Wissenschaft ist keine nationale Aufgabe", betonte GDCh-Präsident Prof. Dr. Michael Dröscher in seiner Begrüßungsrede und freute sich daher besonders über die Sondersymposien „Chemistry and Water" gemeinsam mit der Chinese Chemical Society und „150 Years of German-Japanese-Collaboration", sowie die internationalen Grußworte von Prof. Dr. Francesco De Angelis (EuChemS), Prof. Dr. Joseph Francisco (American Chemical Society ACS) und Prof. Dr. Guibin Jiang (Chinese Chemical Society). Standing Ovations erhielt das Orchestra Chimica aus Tokio, das gemeinsam mit deutschen Kollegen für die musikalische Untermalung der Eröffnungsfeier sorgte und eindrucksvoll bewies, welche verborgenen Talente in der Chemie noch schlummern.

August-Wilhelm-von-Hofmann-Vorlesung
Professor Dr. Emily A. Carter, Forschungsdirektorin an der Princeton University, hielt die international sehr angesehene August-Wilhelm-von-Hofmann-Vorlesung zum Thema „Wie die Quantenmechanik zur Lösung des globalen Energieproblems beitragen kann". Vielversprechende Innovationen sieht Professor Carter hier vor allem in den Bereichen Biokraftstoffe aus Algen, neuartigen Materialien für Solarzellen, Photoelektrochemischen Zellen sogar in der Fusionsenergie.

Ausgezeichnete Forschung
Prof.

Dr. François Diederich von der ETH Zürich wurde mit der Adolf-von-Baeyer-Denkmünze ausgezeichnet. Er hat ein sehr breites Forschungsgebiet von Physikalisch-Organischen Methoden über Supramolekulare Nanosysteme bis hin zur Medizinischen Chemie und wurde in der Laudatio von Prof. Hirsch als „produktivster Chemiker" gelobt.

Professor Dr. Hans-Joachim Freund vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, erhielt den mit 50.000 Euro dotierten Karl-Ziegler-Preis, eine der höchstdotierten Auszeichnungen der GDCh. Laudator Prof. Joachim Sauer würdigte Freunds herausragende Arbeiten in der Katalyseforschung und der Oberflächenanalytik, die zur Etablierung neuer Methoden wie der ESR und der Photonenrastertunnelmikroskopie geführt haben.

 

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