Zellphysiologie im Chipformat

Zellphysiologie im Chipformat. Am 11. Oktober hat das Bundespräsidialamt vier Teams bekannt gegeben, die zur 11. Preisverleihung des Deutschen Zukunftspreises 2007, welcher hervorragende Leistungen in Forschung und Entwicklung würdigt, nominiert wurden.

Darunter war auch eine Münchner Biotech Firma: Die Nanion Technologies GmbH.

In diesem Jahr gehören vielleicht die Münchner und Freiburger Forscher Dr. rer. nat. Niels Fertig, Dr. rer. nat. Andrea Brüggemann und Prof. Dr. med. Jan C. Behrends dazu.

Ihnen ist die Automatisierung des sog. Patch-Clamping-Verfahrens gelungen. Dadurch wird die gezielte Suche nach Medikamenten deutlich vereinfacht, beschleunigt und zudem kostengünstiger und sicherer. Durch die neu entwickelte Technologie kann man das Patch-Clamping für ein massenhaftes Screening ein­setzen - eine Art molekularer Rasterfahndung, bei der bis zu zwei Mio. potentieller Wirkstoffe auf ihre Effektivität getestet werden.

Die entscheidende Innovation hinter dem Patch-Clamp-Automaten ist: Er nutzt Biochips, die mit modernen Mikrostrukturierungsmethoden aus Glas gefertigt werden.

Die Biochips ­ersetzen die Glaspipetten. Beim Messvorgang wird die bislang übliche Vorgehensweise umgekehrt: Statt die Pipette an die Zelle, positioniert man die Zelle durch Unterdruck auf dem Chip. Diese Technologie eröffnet völlig neue Möglichkeiten und lässt auf die Entwicklung neuer Medikamente hoffen.

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