Zentrum für strukturelle Systembiologie CSSB in Hamburg

Annette Schavan unterzeichnet Bund-Länder-Abkommen für den Bau

Ein neues Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB) wird auf dem DESY-Campus (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Hamburg entstehen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan unterzeichnete mit der Hamburger Wissenschaftssenatorin, Dr. Herlind Gundelach, und der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, das Bund-Länder-Abkommen für den Bau des CSSB. "Die länderübergreifende Kooperation von Biologen, Physikern und Medizinern bietet große Chancen für die Erforschung von Infektionskrankheiten. Das CSSB wird dabei die Grundlagenforschung im Bereich der Strukturbiologie nachhaltig stärken und in einem einzigen national führenden und international konkurrenzfähigen Zentrum bündeln", sagte Schavan. Insgesamt werden für das neue Zentrum 50 Mio. Euro bereitgestellt.

Ziel des CSSB ist es, die diversen molekularen Wechselwirkungen innerhalb lebender Zellen zu verstehen. Dies erfordert die systematische Analyse der molekularen Bausteine, der Architektur und der Regulation biologischer Systeme. Das CSSB soll dabei die Synchrotronstrahlungsquelle PETRA-III als hochmoderne Röntgenlichtquelle nutzen. Sie ermöglicht es, Untersuchungen mit einer besonders hohen Auflösung durchzuführen. Gleichzeitig eröffnen der ebenfalls am DESY angesiedelte Freie-Elektronen Laser FLASH und der noch im Bau befindliche Röntgenlaser European XFEL erstmals die Möglichkeit, dynamische biologische Prozesse sehr detailliert in ihrem Verlauf zu beobachten. So verstehen die Forscher, wie Wechselwirkungen von Krankheitserregern mit ihren Wirten ablaufen und sie finden Angriffspunkte für neue Wirkstoffe, Anti-Infektiva und Impfstoffe.

http://www.bmbf.de

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