ACHEMA 2012 - Querschnitt der Prozesstechnik unter einem Dach

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Die Aussichten für die ACHEMA 2012, die vom 18.-22. Juni in Frankfurt am Main einen Querschnitt der Prozesstechnik unter einem Dach zeigt, sind sehr gut. Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH, spricht von "Branchenoptimismus zum Anfassen", denn aus wichtigen Zielbranchen wie der chemischen Industrie, der Automatisierungsindustrie, der Labor- und Analysentechnik und dem Maschinen- und Anlagenbau kommen positive Signale: "Deutschlands drittgrößte Branche - die Chemieindustrie - ist überwiegend gut ins neue Jahr gestartet. Die Produktion zieht wieder an", so Dr. Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) anlässlich der ACHEMA Wirtschaftspressekonferenz im April (VCI Marktstudie, CHEMonitor). Der Bedarf an höherwertigen innovativen und speziellen Lösungen aus der Chemie werde zukünftig zunehmen. Die Prozessautomation erwartet laut ZVEI-Vizepräsident Michael Ziesemer 2012 ein Spitzenjahr, wobei die Energieeffizienz der Motor des Wachstums ist. Auch die Labor- und Analysentechnik, zweitgrößter Ausstellerbereich der ACHEMA, blickt optimistisch in die Zukunft: Für 2012 rechnen die deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik (ABL) mit einem Umsatzplus von rund sechs Prozent. "Besonders im Bereich der kontinuierlichen prozessintegrierten Inline- und Online-Messtechnik sieht die Labor- und Analytikbranche große Potenziale", erläuterte Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Fachverbands ABL im Industrieverband Spectaris.

Energie
Einer der wesentlichen Treiber ist das Streben nach Energieeffizienz.

Auf der ACHEMA 2012 ist Energie eines der Schwerpunktthemen; neben der effizienten Nutzung steht auch die Energiegewinnung sowie die Entwicklung innovativer Energieträger und -speicher im Mittelpunkt. Chemie und Verfahrenstechnik können hier wesentliche Beiträge leisten, unter anderem bei der Entwicklung von Batterietechnik und Brennstoffzellentechnik, aber auch durch neue Konzepte zur Wärmespeicherung. Auch das Querschnittsthema Umweltschutz wird sicherlich einige interessante Aspekte in Sachen Energieeffizienz bereithalten.

Biotechnologie und nachwachsende Rohstoffe
Zweiter wesentlicher Innovationstreiber ist der allmähliche Übergang von fossilen zu nachwachsenden Rohstoffen. Mit der virtuellen Plattform "BiobasedWorld at ACHEMA" bietet die Veranstaltung ein weltweites Forum, bei dem neue wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso Thema sind wie die Entwicklung geeigneter Verarbeitungsprozesse, bei denen biotechnologische Verfahren eine besondere Rolle spielen. Ein interessantes Beispiel hierfür ist die Lebensmittelbiotechnologie, die im Zeitalter von "Functional Food" eine immer größere Bedeutung bekommt.

Prozessautomatisierung
Mit einem Umsatz von fast 18 Milliarden Euro im Jahr 2011 repräsentiert die Prozessautomatisierung mehr als zehn Prozent der zweitgrößten deutschen Industriebranche, der Elektroindustrie (ZVEI). Sie trägt damit wesentlich zum Erfolg der größten Einzelbranche der Elektroindustrie, der Automation, bei. Die Prozessautomatisierung ist eine Querschnittstechnologie, die alle Verfahrenstechnischen Industrien benötigen, um wirtschaftlich, aber auch umweltgerecht und sicher zu produzieren. Die größte Abnehmerbranche ist mit 19 Prozent die Chemische Industrie. Besucher der Achema finden das Thema Automatisierungstechnik vor allem in den Hallen 9.1 und 9.2 mit dem Ausstellungsschwerpunkt Anlagenbau, in den Hallen 5.0 und 6.0 mit dem Kernthema Mechanische Verfahren und natürlich auch in Halle 10.0, wo die Prozessleittechnik und die Mess- und Regeltechnik im Mittelpunkt stehen werden.

Prozessanalysentechnik (PAT)
In den letzten Jahren hat die Prozessanalytik ein enormes Interesse auf sich gezogen und Experten erwarten einen erheblichen Bedarf an Prozessanalysentechnik und -automation in der Chemie-, Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie. Die Anwender bestimmen die zukünftige Entwicklung der Prozessanalytik: Die dominierenden Messgrößen der Prozessautomation und Feldtechnik in der chemischen Industrie sind natürlich weiterhin physikalische Parameter wie Temperatur, Druck, Mengenströme, Drehzahlen oder energetische Größen wie Leistungen und Wärmeentwicklungen. Die in den zurückliegenden Jahren zu beobachtenden Trends wie Feldbustechnik, Miniaturisierung, Portabilität, Ex-Schutz und neuerdings auch SIL (Safety Integrity Level, IEC 61508/61511) halten ungebrochen an. Außerdem finden zu Online-Methoden weiterentwickelte Laborverfahren nach und nach Eingang in die technische Prozessanalytik. Der Trend, nicht nur die chemische Reaktion selbst, sondern auch vorgelagerte und nachfolgende Prozesse messtechnisch zu begleiten, wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken.
In der Biotechnologie und insbesondere in der Biopharmazeutik ist die Umsetzung des PAT/QbD-Konzeptes besonders schwierig, da niedere Stoffmengen-Konzentrationen vorliegen und viele optische Analysen in wichtigen Wellenlängenbereichen durch die Matrix Wasser gestört werden. Ein weiterer Trend ist die Erforschung von Biomarkern als Schlüssel zur Früherkennung von Krankheiten und damit zu Screening-Verfahren und einer Vorsorge-Medizin im Allgemeinen. Lesen sie hierzu auch den Trendbericht "Proteine und Enzyme in Therapie und Diagnostik".

Sicherheit
Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik sind Querschnittsthemen, die sich durch alle Ausstellungsbereiche der ACHEMA ziehen. Vorgestellt werden unter anderem Lösungen für sicheres Gefahrstoffhandling, Gasmesstechnik, Arbeitsschutz und persönliche Schutzausrüstungen. Eine Zusammenstellung der relevanten Aussteller finden Sie auf dem Portal der GIT Sicherheit + Management.

 

BESUCHEN SIE UNS IN:
Halle 6-5.1 Stand B2
Wiley-VCH/GIT VERLAG

 

 

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