Apeiron, die Medizinische Universität Wien und das Institut für Molekulare Biotechnologie unterzeichnen eine Lizenzvereinbarung

Apeiron Biologics AG, ein Biotechnologie-Unternehmen, das immun-onkologische Therapien gegen Krebs entwickelt, gab heute die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Institut für Molekulare Biotechnologie GmbH (IMBA), der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Medizinischen Universität Wien (MedUni Wien) bekannt. Der Vertrag gewährt der Firma eine weltweite exklusive Lizenz für eine neuartige Technologie, welche auf das Protein casitas b-cell lymphoma-b (Cbl-b) abzielt.

Cbl-b ist ein intrazellulärer Kontrollpunkt (Checkpoint), der die Immunreaktivität verschiedener Immunzellen wie T-Zellen und NK-Zellen begrenzt. Ursprünglich wurde Cbl-b von Dr. Josef Penninger, wissenschaftlicher Direktor des IMBA, entdeckt (Nature 403; 211; 2000).

Die Hemmung von Cbl-b aktiviert nicht nur gezielt Immunzellen, sondern bietet auch die Möglichkeit, andere relevante Kontrollpunkte wie CTLA-4 und PD-L1/PD-auszuschalten und kann somit als "Master-Checkpoint" in der Krebsimmuntherapie angesehen werden. Die Firma arbeitet an einem zellulären Immuntherapieprojekt, basierend auf einem Knock-Down von Cbl-b (APN401), das sich derzeit in der klinischen Entwicklung befindet.

Wissenschaftler am IMBA haben, in Zusammenarbeit mit den Max F Perutz Laboratories der MedUni Wien, kürzlich einen neuartigen Ansatz entdeckt, welcher Cbl-b mittels kurzen Peptiden inhibiert. Diese Forschungsergebnisse wurden in Nature Medicine publiziert (22;915-923;2016).

Die Firma hat diese vielversprechende neue Forschungstechnologie des IMBA und der MedUni Wien lizenziert und erweitert damit sein Cbl-b-basiertes Checkpoint-Blockade-Portfolio. Die Vereinbarung sieht vor, dass Apeiron für die weitere präklinische und klinische Entwicklung der IMBA-Technologie verantwortlich ist. Das IMBA und die MedUni Wien erhalten eine Vorauszahlung, erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen für die Entwicklung, die Zulassung und die Kommerzialisierung sowie umsatzabhängige Lizenzzahlungen. Weitere finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

 

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