Biotechnologie Seminar

Der Seminarveranstalter European Synergies Network (ESN) ist bisher durch die praxisnahen Themen von diversen Veranstaltungen im Bereich Pharmazie bekannt. Neu ist nun der Einstieg in die Biotechnologie. Am 15. und 16. November 2012 erfolgte mit über 60 Teilnehmern ein erstes Seminar in Heidelberg. Im Vordergrund der Wissensvermittlung bei dieser Veranstaltung stand nicht nur die Technologie sondern auch die Bewertung der Einsatzmöglichkeiten neuer Ideen und Arbeitsverfahren im Bereich Biotechnologie. Die Veranstaltung hatte somit zwei Schwerpunkte.

Im ersten Teil waren die typischen Themen in der Biotechnologie Schwerpunkt, diese waren z. B. „GMP-relevante Regelwerke, Anforderungen, Planung einer biotechnologischen Anlage - Anforderungen an die Räumlichkeiten" vorgetragen von Bodo Ney des Unternehmen Foster Wheeler Engineering; „Messtechnik, Steuerung und Automatisierung von biotechnologischen Anlagen" von Klaus Köhler aus dem Haus Endress + Hauser Metso oder auch Dr. Rainer Gnibl, Regierung von Oberbayern, mit seinem Vortrag „Regulatorische Anforderungen bei der Herstellung von bio- und gentechnologischen Arzneimitteln bzw. Wirkstoffen"

Der zweite Teil des Seminars zeigte die aktuellen Trends im Anlagendesign auf und mehrere Referenten berichteten über Möglichkeiten einer Prozesssimulation in der Biotechnologie, so z. B. Dr. Dalibor Jajcevic, RCPE Graz mit seinem Vortrag „Einsatz von Simulation und Modellierung für die Auslegung und den Betrieb von Bioreaktoren" oder auch Dr. Stefan Leitgeb, ebenfalls vom RCPE in Graz zum Thema Simulation von Freezeprozessen im Bereich Biopharmazeutische Proteine (u.a. Einflüsse auf das Anlagendesign).

Den Vorträgen folgte immer eine intensive Diskussion, wobei durchaus auch gegensätzliche Ansichten zu beobachten waren. Dabei zeigte sich, dass Simulationen zwar sehr hilfreich sind, aber insgesamt noch viel Forschung und Entwicklung erforderlich sind, um wirklich in die Praxis übernommen zu werden. Derzeit können nur einfache Prozesse mathematisch ausreichend genau erfasst werden. Als Beispiel ist hier das Rühren in unterschiedlichen reaktorformen genannt.

Deutlich weiter in die tägliche Arbeit ist die Übernahme der Skidbauweise sowohl in die Planung als auch in der Installation eingedrungen.

Hier zeigen sich nicht nur Kostenvorteile sondern auch noch weitere Pluspunkte gegenüber der klassischen Bauweise (siehe Tabelle 1).

Im Werk vorgetestete Skids oder Package Units erhöhen die Funktions- und Anlagensicherheit, erleichtern die Inbetriebnahme und verkürzen das Zeitfenster der Inbetriebnahme vor Ort. Vorteile, die jeder Betreiber/AN gerne nutzt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass diese Veranstaltung den Teilnehmern nicht nur die klassischen technologischen Anforderungen an das Anlagendesign in der Biotechnologie und die Regularien vermittelt hat, sondern auch die zukünftigen Entwicklungen aufgezeigt hat.
Die Veranstaltung wird im Herbst erneut angeboten.

Kontakt
Dr. Herbert Bendlin
Technisches Sachverständigungsbüro
herbert@bendlin.de

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