Branchenverband Spectaris - Laborforum 2014

  • Auditorium Laborforum 2014Auditorium Laborforum 2014
  • Auditorium Laborforum 2014
  • Prof. David Philips - emeritierter Professor für Physikalische Chemie am Imperial College London und Alt-Präsident der Royal Society of Chemistry - während seines Experimentalvortrages.
  • Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Fachverbandes Analysen-, Bio- und Labortechnik bei Spectaris überreicht "Jugend forscht!"-Preisträgerin Nora Liebmann den Laborbären.

Der Branchenverband Spectaris veranstaltete das diesjährige Laborforum für 140 Teilnehmer am 18. Februar in Frankfurt unter anderem mit den Themenschwerpunkten Pharmaindustrie 2020, Vermarktung erklärungsbedürftiger Produkte und modulare Mikroreaktionssysteme. Das bereits zum fünften Mal in der Mainmetropole wiederholte Laborforum ist eine Plattform für Hersteller, Händler und Anwender von Analysen-, Bio- und Labortechnik. Zusätzlich zu den Plenumsvorträgen wurde den Teilnehmern in drei parallel verlaufenden Fachforen die Möglichkeit geboten, mit Fachexperten zu diskutieren.

Um Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Fachverbandes Analysen-, Bio- und Labortechnik des Branchenverbandes zu zitieren: Durch die festgelegte Breite an Themen eröffnete das Laborforum auch dieses Jahr wieder eine wertvolle Perspektive aus den für die Branche wichtigen Bereichen wie deren Anwendermärkte, neue Technologietrends sowie Marketing und Vertrieb.

Laborgerätehersteller sind "Hidden Champions"

Den Auftakt des Tages machte Prof. David Philips - emeritierter Professor für Physikalische Chemie am Imperial College London und Alt-Präsident der Royal Society of Chemistry - mit einer ebenso lehrreichen wie lebendigen Darstellung, inwieweit der Wohlstand, die Gesundheit der Bevölkerung sowie die Nachhaltigkeit des modernen Lebens den Beitrag von Molekularwissenschaftlern erfordern. Mit Live-Experimenten zeigte er dabei u. a. neue, in der Krebstherapie einsetzbare Entwicklungen der Photochemie.

Dr. Siegfried Throm (Verband forschender Arzneimittelhersteller) benannte die vier Megatrends der Pharmaindustrie: Go Biotech, innovative Impfstoffentwicklung, personalisierte Medizin und Pharmaforschung für Alterserkrankungen. Diese Entwicklungen böten viele Anknüpfungspunkte für Kooperationen zwischen Pharma-/Biotech-Firmen und Herstellern von Analysen- und Labortechnik.

Wie die technologisch führenden Unternehmen der Analysen-, Bio- und Labortechnik, die oftmals als "Hidden Champions" agieren, im Rahmen steigenden Wettbewerbsdrucks, komplexer Themen, einer Informationsüberflutung der Fachzielgruppen und eines dynamischen Kommunikationsmarkts mit einer Vielzahl möglicher Kanäle auch Kommunikationsführer mit einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie werden, erläuterte Thorsten Hauf (B2B-Agentur RTS Rieger Team).

Unter der Überschrift "Modulare Mikroreaktionssysteme - Vom Labor zur Fabrik der Zukunft" führte Dr.

Frank Schael (Ehrfeld Mikrotechnik BTS) in diese Technologie ein, die bereits heute in der Forschung & Entwicklung chemischer und pharmazeutischer Prozesse, aber auch in der Produktion von kleinskaligen chemischen Erzeugnissen eine Rolle spielt. Hintergrund seien die mittlerweile gut bekannten Vorteile, wie schnelle Vermischung und effektive Wärmeübertragung für flexible, kontinuierlich geführte Prozesse, die in vielen dokumentierten Fällen zu verbesserten Herstellungsverfahren für chemische Produkte geführt hätten.

Blick in die Zukunft

In den Fachforen diskutierte zunächst ein Podium bestehend aus je fünf Experten. Anschließend wurde die Diskussion auf das Auditorium ausgeweitet. In der Pharmaindustrie sind es die Zulassungsverfahren, sowohl auf der Wirkstoff-, aber auch auf der Geräteseite, die als limitierende Faktoren gesehen werden. Eine individuelle, authentische Ansprache sowie das richtige Maß aus Inhalt (innovative Produkte) und Ansprache ("Storytelling") wurde im Forum "Vermarktung erklärungsbedürftiger Produkte" als Weg zum Erfolg gesehen. Besondere Bedeutung kommt hier der Zusammenarbeit zwischen Herstellern und dem Laborfachhandel zu. Der Mikroreaktionstechnik wurde weiterhin ein Erfolgszug vorausgesagt, bei der die Anwendung über die Pharmazie und Chemie hinaus in unter anderem der Energietechnik gesehn wird. Technologische Aufgabe der nächsten Jahre sind verbesserte Sensoren für die Analytik.

Wie auch in den Vorjahren zeichnete Spectaris eine engagierte Nachwuchsforscherin mit dem mit 1.000 Euro dotierten Laborbären aus. Mit beeindruckendem Fachwissen und großem Selbstbewusstsein präsentierte die Preisträgerin von "Jugend forscht!", Nora Liebmann, ihr Projekt "Fang den Keim!". Zum Nachweis pathogener Keime hat sie eine neue molekularbiologische Methode auf Basis von Peptiden entwickelt, die schneller und preiswerter als herkommliche Methoden arbeitet und für den Einsatz in der Praxis zurzeit getestet und verbessert wird.

Das nächste LaborForum findet im Herbst 2015 statt.

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