Chemische Analytik – Interdisziplinäre Wissenschaft

  • anakon 2011 in Zürich. Bild: Rolf Krekeler / Pixelioanakon 2011 in Zürich. Bild: Rolf Krekeler / Pixelio
  • anakon 2011 in Zürich. Bild: Rolf Krekeler / Pixelio
  • Prof. Dr. Klaus-Peter Jäckel,  Vorsitzender der Fachgruppe  „Analytische Chemie“ der GDCh
  • Prof. Dr. Renato Zenobi,  ETH Zürich

Anakon 2011: Die Bedeutung der chemischen Analytik als interdisziplinäre Wissenschaft für Forschung und Lehre, Industrie und Gesellschaft ist unbestritten und hat einen hohen Stellenwert. Die chemische Analytik ist unverzichtbar bei der Erforschung neuer Substanzen, Mechanismen und chemischen Prozessen, in der Qualitätskontrolle industrieller Produkte und bei der Überwachung der Umweltgesetzgebung und der Lebensmittelkontrolle. Kein Produkt der chemischen und pharmazeutischen Industrie kann ohne eingehende analytischen Untersuchungen auf dem Markt angeboten werden. Erst der jüngst aufgedeckte Dioxinskandal in Futtermitteln zeigt die Wichtigkeit der Analytik für die Erhaltung der Gesundheit der Menschen. Aus diesem Grund kommt der Anakon als wichtigste Analytikkonferenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem Gebiet der Analytischen Chemie und verwandten Gebieten eine hohe Bedeutung zu.

Die Anakon 2011 wird von der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zusammen mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie alle zwei Jahre veranstaltet. In 2011 wird sie erstmals vom 22.-25. März 2011 im schweizerischen Zürich, auf dem Campus Hönggerberg  /"Science City" der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich stattfinden. Die Schweiz ist ein Land mit einer sehr hohen Dichte von Anbietern und Abnehmern analytisch-chemischer Messungen und Methoden. Eidgenössische Forschungsanstalten wie die EMPA und die EAWAG, das Paul-Scherrer-Institut mit seinen Grossforschungsanlagen, die potente Schweizer Pharmaindustrie in Basel, sowie die Hochschulen interagieren in der Schweiz auf engem Raum. Die Anakon in diesem Umfeld setzt auf eine Rekordbeteiligung von Schweizer Wissenschaftlern und darauf, die Anakon mit diesem Schritt in der Schweizer Analytik-Szene besser zu verankern.

Während an manchen deutschen Universitäten das Fach Analytische Chemie oft aus Sparzwängen unterrepräsentiert und wenig sichtbar ist, hat die ETH Zürich als eine der wenigen Hochschulen im deutschsprachigen Raum die chemische Analytik und verwandte Gebiete in der jüngeren Vergangenheit systematisch ausgebaut und bietet heute eine Ausbildung sowie Forschungsbedingungen auf Weltklasse-Niveau an.

Organisatorisch federführend für die diesjährige Konferenz sind die drei ETH-Analytik-Professoren Petra Dittrich, Detlef Günther und Renato Zenobi sowie Prof. Dr. Klaus-Peter Jäckel, Vorsitzender der Fachgruppe „Analytische Chemie".
Um die Veranstaltung auch inhaltlich internationaler auszurichten, werden Poster und Vorträge zum ersten Mal auf Deutsch oder Englisch präsentiert.  Das wissenschaftliche Programm, dessen Schwerpunktthemen auf Trennmethoden und Kopplungstechnologien, Bioanalytik, Nano-, Prozess- und industrieller Analytik, Umwelt- und Elementanalytik, Spektroskopie, Bio- und Chemosensorik sowie Instrumentierung und Miniaturisierung liegen, wird durch die Arbeitskreise Chemo- und Biosensoren, Mikro- und Spurenanalyse der Elemente und Elementspezies A.M.S.El., Separation Science und Prozessanalytik der Fachgruppe Analytische Chemie, der Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie der GDCh, der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie und der Division Analytische Chemie der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft aktiv mitgestaltet. Zudem werden zahlreiche Firmen der Geräteindustrie und Verlage ihre Produkte in den Fluren des Hörsaalzentrums anbieten und Fachgespräche mit den erwarteten ca. 400 Tagungseilnehmern führen.

http://www.gdch.de/

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