GE Healthcare und M+W Group bilden strategische Allianz

GE Healthcare, die Gesundheitssparte von GE, und M+W Group, ein globaler Anlagenbauer, haben heute die Gründung einer strategischen Allianz bekanntgegeben. Ziel ist es, vor allem Schwellenländern einen besseren Zugang zu biopharmazeutischen Arzneimitteln zu verhelfen.

Die Allianz bündelt GE Healthcares Kompetenz in biopharmazeutischen Fertigungsverfahren mit dem globalen Knowhow der M+W Group bei Planung und Bau biotechnologischer Anlagen. Gemeinsam werden die beiden Unternehmen für Regierungen und Pharmahersteller integrierte und kostengünstige ‚schlüsselfertige‘ Angebote für biopharmazeutische Fabriken entwickeln, mit denen die steigende Arzneimittenachfrage unabhängig von Importen gestillt werden kann. Die Allianz ergänzt die „Healthymagination"-Initiative von GE für Kostensenkungen, einfacheren Zugang und höhere Qualität im Gesundheitswesen.

Die Nachfrage nach Impfstoffen, Insulin und anderen Biopharmazeutika, wie z. B. Antikörpern für die Therapie von Krebs und rheumatoider Arthritis, wächst rasant. Auslöser sind die alternde Bevölkerung in verschiedenen Ländern, die zunehmende Verbreitung von Übergewicht und die weltweiten Bemühungen, Infektionskrankheiten mit Hilfe von Impfungen zurückzudrängen. Vielen Ländern fehlt es jedoch an eigenen Produktionskapazitäten für solche Medikamente, wodurch es zu gravierenden Mängeln in der Gesundheitsversorgung kommt. Die International Diabetes Federation spricht von 366 Millionen Diabeteskranken im Jahr 2011 und prognostiziert für 2030 einen Anstieg auf 552 Millionen. 80 % der Diabetiker leben in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Pro-Kopf-Einkommen, wo Insulin zu teuer oder nur schwer erhältlich ist. Bei Impfungen schätzt die Gates-Stiftung, dass 21 % aller Kinder weltweit der Zugang zu wichtigen Impfstoffen verwehrt bleibt und jährlich rund 2,4 Millionen Kinder an Krankheiten sterben, die mit Hilfe der heute verfügbaren Impfstoffe verhindert werden könnten. Die Schaffung flexibler Produktionskapazitäten „im eigenen Land für das eigene Land" könnte zur Überwindung dieser Mängel in der Gesundheitsversorgung beitragen.

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