Gentechnikrecht und Biologische Sicherheit - Life Sciences im Verein Deutscher Ingenieure

Die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences führt am 27. Februar 2013 im VDI-Haus in Düsseldorf zum dritten Mal ein Expertenforum für Projektleiter und Beauftragte für die Biologische Sicherheit (BBS) in Industrie, Großforschung und Hochschule durch. Im Mittelpunkt dieser Fortbildung stehen sowohl rechtliche Grundlagen und deren Auslegung als auch Neuerungen aus Technik und Methodik.

Die Veranstaltung richtet sich an Biologen, Chemiker, Mediziner und Ingenieure, die als Projektleiter gentechnischer Arbeiten und als Beauftragte für die Biologische Sicherheit (BBS) nach §15 GenTSV in Forschung und Industrie bestellt sind. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, sich über neue Entwicklungen und technische Standards sowie über Änderungen - ihrer Rechte und Pflichten betreffend - zu informieren.

Das Expertenforum soll darüber hinaus die Gelegenheit geben, Alltagsfragen bei der Organisation und beim Betrieb gentechnischer Anlage zu diskutieren. Den Teilnehmern wird eine Plattform zur „Auffrischung" der früher einmal erworbenen Sachkunde geboten.
In der Sektion „Praxisbeispiel" wird der Laborneubau (S1 bis S4) des Robert Koch-Instituts in Berlin im Mittelpunkt stehen. Weitere Informationen, Programm und Möglichkeit zur Anmeldung unter www.vdi.de

Von der Natur lernen
Die endgültige Fassung der Richtlinie VDI 6220 Blatt 1: Bionik - Konzeption und Strategie - Abgrenzung zwischen bionischen und konventionellen Verfahren/Produkten ist ab Dezember 2012 als Weißdruck in deutscher und englischer Fassung erhältlich.

Bionik bezeichnet Forschungs- und Entwicklungsansätze, die ein technisches Anwendungsinteresse verfolgen. Auf der Suche nach Problemlösungen, Erfindungen und Innovationen wird Wissen aus der Analyse lebender Systeme herangezogen und dieses Wissen wird auf technische Systeme übertragen. Der Gedanke der Übertragung von der Biologie zur Technik ist dabei das zentrale Element der Bionik.

In der Richtlinie wird die Bionik klassifiziert, definiert und zahlreiche Begriffsbestimmungen und eine Beschreibung des Prozesses des bionischen Arbeitens von der Ideenfindung bis zum bionischen Produkt durchgeführt.

Grenzen und Potenziale, die die Bionik als Innovationssystem oder als Nachhaltigkeitsstrategie betreffen, werden dargestellt. Zusätzlich gibt die Richtlinie einen Überblick über die verschiedenen Anwendungsbereiche und grenzt das bionische Arbeiten von klassischen Formen der Forschung und Entwicklung ab. Wenn ein technisches System einen Entwicklungsprozess gemäß dieser Richtlinie durchlaufen hat, darf es als „bionisch" bezeichnet werden.

Die Richtlinie stellt eine Anleitung und Unterstützung für Entwickler, Konstrukteure und Anwender dar, die sich mit dem bionischen Entwicklungsprozess befassen und die Bionik in ihre Arbeit integrieren möchten. Sie kann überall dort Anwendung finden, wo die belebte Natur ein dem technischen Zielsystem ausreichend ähnliches Vorbild für eine technische Entsprechung hervorgebracht hat. Weiterhin bietet sie einen Rahmen für die sprachliche Gestaltung und Ausformulierung bionischer Texte in Lehre und Forschung. Die Richtlinie VDI 6220 ist seit Dezember 2012 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Weitere Informationen und Onlinebestellung unter www.vdi.de/bionik oder unter www.beuth.de.

 

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VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
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Telefon: +49 (0) 211 62 14-0
Telefax: +49 (0) 211 62 14-575

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