Interview zum GIT-LAX

Björn-Thoralf Erxleben, Marketing Manager Shimadzu Europa

  • Björn-Thoralf Erxleben, Marketing Manager Shimadzu Europa.Björn-Thoralf Erxleben, Marketing Manager Shimadzu Europa.

Auf der Analytica 2018 fragten wir Björn-Thoralf Erxleben nach seiner Einschätzung der aktuellen Situation von Shimadzu und den größten Herausforderungen des Unternehmens.

Wir haben Ihr Unternehmen für unseren GIT-LAX ausgewählt. Denken Sie, diese Wahl war eine gute Entscheidung und Sie repräsentativ für dieses Geschäft sind?
Erxleben: Wir sehen uns selbst als eine Firma in diesem Bereich, die, wie Sie wissen, nicht in das komplette laborbezogene Geschäft involviert ist. Deshalb können wir uns an dieser Stelle nur zu den analytischen und messgerätetechnischen Geschäftsanteilen äußern. Aus dieser Sicht würden wir sagen, dass die Wahl gut ist und wir glauben, dass unsere Beobachtung repräsentativ ist.

Ist es von Nutzen für Sie, Unterschiede in der Entwicklung der großen Aktienindizes und dem GIT-LAX zu sehen?
Erxleben: Ja, das ist es, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als seien wir nicht direkt von den Veränderungen betroffen. Auf lange oder mittlere Sicht gibt es Effekte. Die Investitionen börsennotierter Unternehmen hängt immer von ihrem Ansehen ab und mit einer gewissen Verzögerung in beide Richtungen werden wir ebenso beeinflusst. Als in nicht zu vernachlässigender Teil unseres Geschäfts ist die Beobachtung der Entwicklung dieser Unternehmen wichtig für uns.

Wie sehen Sie die Geschäftsperspektive des Laborgeschäfts in den nächsten drei Jahren?
Erxleben: Insgesamt positiv, da auf der einen Seite immer neue Techniken und Instrumente mit verbesserten Eigenschaften benötigt werden und die Nachfrage nach hochentwickelten Analysetechniken immer vorhanden ist. Auf der anderes Seite ist die Gesamtzahl der Labore konstant, der Trend zu weniger Materialverbrauch und zur Automatisierung führt nicht zwangsläufig zu einem extensiven Wachstum.

Denken Sie, dass sich Ihre neuen Produkte besser verkaufen werden als die existierenden und in welchem Umfang?
Erxleben: Ja, das erwarten wir, das ist einer der Gründe warum wir sie entwickeln.

Tatsächlich streben wir eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte im Hinblick auf verbesserte technische Eigenschaften, Benutzerfreundlichkeit und dem Einsatz neuester Technologien an. Man könnte anbringen, dass beispielsweise die Mikro-LC nicht völlig neu ist und das stimmt. Angesichts bestehender Herausforderungen wie der Stabilität und Reproduzierbarkeit der Durchflussrate, der geringen Volumeninjektion, dem Gesamtvolumen des Systems und der reibungslosen MS-Kopplung gibt es eine klare Verbesserung, auch wenn es weiteres Potential für Verbesserungen gibt.

Welche Chancen und Risken sehen sie für Ihr Unternehmen in Hinblick auf (kommende) Trends im Laborgeschäft wie Automatisierung, Digitalisierung, und „Sharing Economy“?
Erxleben: Wir erwarten eine Menge von Systemen mit automatisierter Probenvorbereitung, wenn wir rechtzeitig die richtigen Lösungen haben. Natürlich bedeutet dies, dass wir uns die aktuellen Bedürfnisse anhören und Wege finden müssen, um solche Funktionen auf praktische Weise zu implementieren. Dafür müssen unsere Systeme flexibel genug sein, um dem Benutzer individuelle Optimierungen zu ermöglichen. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Geräte benutzerfreundlich sind und verschiedenste analytische Aufgabenstellungen (sogar sequenziell) mit dem gleichen Instrumententyp ausgeführt werden können. Die Netzwerkkonnektivität und die mögliche Erweiterung eines solchen Systems müssen von Anfang an berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass wir uns um die Anforderungen in Bezug auf die Sicherheit der Daten, Audit-Trails, Betriebsprotokolle und die Einhaltung der üblichen regulatorischen Standards kümmern.
Das bedeutet nicht, das wir keine Risiken sehen; die hohe Geschwindigkeit, mit der neue Produkte entwickelt und in den Markt eingeführt werden, sind nur einige davon. Andere sind weltweit unterschiedliche Vorschriften, die Frage nach den größten Märkten und ob wir sie richtig angehen können. Wir müssen im Hinterkopf behalten, dass bei aller Dynamik und neuen Trends der Markt oft konservativer ist, als wir denken. Neue Lösungen und Techniken werden an verschiedenen Stellen kritisch beobachtet, verifiziert und validiert, bevor sie auf den Markt kommen. Das größte Risiko wäre, den Kontakt und den Dialog mit den Kunden zu verlieren und unabhängig ihrer Bedürfnisse zu handeln. Aus diesem Grund sind wir auch auf Messen wie der Analytica, wir suchen das Gespräch. Eine Ausstellung funktioniert auf zweierlei Weise, wir zeigen unsere Ausrüstung und der Kunde sagt uns, ob diese zu seinen Bedürfnissen und zukünftigen Ideen passen würde. Er hat die Wahl und wir sind bestrebt, eine der Optionen zu sein.

Das Interview führte Arne Kusserow, Chefredakteur der GIT Labor-Fachzeitschrift.

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Shimadzu Deutschland GmbH
Keniastr. 38
47269 Duisburg
Germany
Telefon: + 49 203 76870
Telefax: + 49 203 711734

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